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| 02:37 Uhr

Neuer Ortsverband ist "in Arbeit"

Herzberg. In Sachen Ortsverein ist der Altkreis Herzberg für das Deutsche Rote Kreuz bislang ein weißer Fleck. Was nicht heißt, dass es keine ehrenamtlichen Aktivitäten gäbe. Sylvia Kunze

Da ist die Wasserwacht in Falkenberg, da ist der Bahnhofsdienst in Falkenberg, da ist die Bereitschaft in Herzberg und da sind die Blutspendehelferinnen — aber alle bislang recht "unorganisiert". Genau das soll sich jetzt ändern. Und vielleicht finden sich darüber hinaus ja noch Interessierte, die sich einbringen möchten. Aufgabenfelder gäbe es da so einige.

In der Vorwoche sind in einer Informationsveranstaltung all jene Partner aufeinandergetroffen, die die Gründung des Ortsvereins wohlwollend vorantreiben wollen. Erklärtes Ziel danach: Nach dem Motto "Alles unter einem Dach - Sie sind dabei" soll die Gründung des Ortsvereins Herzberg forciert werden. Er soll die Städte Falkenberg, Herzberg, Schlieben, Schönewalde und Uebigau-Wahrenbrück umfassen. Einen Termin gibt es noch nicht, aber nach der Sommerpause wolle man sich damit intensiv beschäftigen, kündigt Anett Heyne, Leiterin Verbandsarbeit beim vor Ort zuständigen DRK-Kreisverband Lausitz, an. Mit Blick auf die zum Teil schon seit Jahren aktiv tätigen Mitglieder müsse man handeln. "Die Ehrenamtler sind da. Sie leisten schon über Jahre eine tolle Arbeit und haben sich immer mehr oder weniger allein koordiniert. Denn wo gehören sie innerhalb des Kreisverbandes eigentlich hin?", benennt sie den Grund zum Handeln. "Wir fassen jetzt erst einmal zusammen, was schon da ist, und bauen dann darauf auf", beschreibt sie das Herangehen.

Heißt: Etwa 50 Mitglieder, die aus dem Gebiet des Altkreises Herzberg kommen, gibt es schon mal. "Weitere Interessierte sind jederzeit willkommen", bekräftigt Anett Heyne, "denn Betätigungsfelder gibt es genug". Sie denkt da zum Beispiel an die Mitarbeit im Jugend-Rot-Kreuz und mehr noch an anstehende Aufgaben in der Wohlfahrts- und Sozialarbeit, denen man sich im neu zu gründenden Ortsverein intensiver widmen möchte. Gesucht werden beispielsweise Ehrenamtler für die Betreuung Hilfsbedürftiger (unter anderem auch in Sachen Hausmeisterdienste oder Einkaufshilfe). Da ist die Rede von Leseomis und -opis, die in den Kindertagesstätten unterstützen. Man könnte auch auf der Babysitterschiene aktiv werden. Anett Heyne muss jedenfalls nicht lange grübeln, damit ihr Betätigungsmöglichkeiten für Helfer einfallen.

Aber sie weiß auch: "Es ist generell schwierig, Aktive zu finden." Mit einem Ortsverein im Rücken könnte das durchaus noch eher gelingen, ist sie überzeugt, denn er würde Arbeiten vor Ort koordinieren und dafür sorgen, dass alle Ehrenamtler zu ihrem Recht kommen. In Herzberg und Umgebung will man diesen entscheidenden Schritt nun angehen.

Doch nicht nur in Herzberg besteht derartiger Handlungsbedarf. Wenn Anett Heyne Richtung Finsterwalde schaut, weiß sie, wo man weitermachen muss. "Finsterwalde, Schönborn, Doberlug-Kirchhain - da haben wir als DRK großes Potenzial, was wir perspektivisch unbedingt ebenfalls bündeln müssen", sagt die Fachfrau.

Zum Thema:
Nach der Sommerpause soll die Gründung des Herzberger Ortsvereins forciert werden. Gesucht werden schon jetzt Freiwillige, die sich bereiterklären, die Arbeit im Vorstand zu leisten. Interessierte, die noch nicht Mitglied im DRK sind, aber ehrenamtlich mitarbeiten wollen, sind jederzeit willkommen. Kontakt: Anett Heyne, Telefon 03535 403521