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| 16:53 Uhr

Neuer Freizeitbereich an der Lapine
Skaterpark oder Trimm-Dich-Anlage?

 „Sportpark Lapine“ könnte das Areal zwischen Schule und Karl-Liebknecht-Straße entlang des Grabens Lapine heißen. Vor allem die jungen Leute liebäugeln mit einem Skaterpark, den es bisher in Herzberg noch nicht gibt.
„Sportpark Lapine“ könnte das Areal zwischen Schule und Karl-Liebknecht-Straße entlang des Grabens Lapine heißen. Vor allem die jungen Leute liebäugeln mit einem Skaterpark, den es bisher in Herzberg noch nicht gibt. FOTO: Planungsbüro GFSL
Herzberg. Für die öffentlichen Spiel- und Sportfläche an der Lapine werden zwei Varianten vorgestellt. Von Birgit Rudow

Lange Jahre war sie ein ungenutzter Schandfleck in Herzberg, die Brachfläche zwischen der Karl-Liebknecht-Straße und dem Gelände der Elsterlandgrundschule an der Lapine. Hier befanden sich einst das alte Klärwerk, ein altes Heizhaus und ein Oxydationsgraben. Mit Mitteln aus dem Kommunalinvestitionsförderungsgesetz des Bundes wurde die Brachfläche schrittweise revitalisiert. Angesetzt waren für die gesamte Fläche im Herzberger Haushalt mehr als 800 000 Euro bei einer 90-prozentigen Förderung. Das Geld wurde aber nicht vollständig benötigt. „Deshalb können wir den Rest der Födermittel jetzt für die Gestaltung der Fläche nutzen“, sagt Stadtplanerin Janett Lehmann.

Soccerplatz und Boulderwand sind gesetzt

Die Stadt hat das Landschaftsplanungsbüro „GFSL – gruen fuer stadt + leben“ aus Leipzig beauftragt, sich mit diesem Areal entlang der Lapine bis zur Karl-Liebknecht-Straße zu beschäftigen. Arbeitstitel: Spiel und Sportpark Lapine. Das Büro plant auch die Freiflächengestaltung für die Elsterlandgrundschule im Zuge des Anbaus. Gesetzt ist im hinteren Bereich des Sportparks ein öffentlich zugänglicher Soccerplatz mit Basketballkörben. Auch eine etwa drei Meter hohe Boulderwand zum Klettern wird im vorderen Teil der Fläche auf jeden Fall eingebaut. Sie dient dem Schallschutz. Gutachter haben sich dazu ihre Gedanken gemacht.

Die Frage ist nun, was auf der Freifläche zwischen Soccerplatz nebst Grünanlage namens „Wiesentisch“ und der Karl-Liebknecht-Straße entstehen soll. Entworfen wurden dafür zwei Konzeptideen, über die der Herzberger Bauausschuss am Dienstagabend (18.30 Uhr Bürgerzentrum) beraten wird.

Bis Ende 2020 muss Anlage fertig sein

Der erste Vorschlag sieht einen Skaterpark mit Rampen, Geländern und Kanten vor, der eher etwas für größere Kinder und Jugendliche vom Anfänger bis zum schon fortgeschrittenen Skater sein dürfte. Die zweite Variante sieht eine Calisthenic-Anlage vor. Das ist eine Trimm-Dich-Strecke auf höherem Niveau mit Recks, Sprossenwänden, Hangelstrecke, Barren oder Kombinationselementen. Sie wäre für alle Altersgruppen geeignet.

„Was im einzelnen auf die Anlage kommt, steht noch nicht fest. Damit beschäftigen wir uns konkret, wenn wir die favorisierte Variante kennen. Außerdem müssen noch viele andere Aspekte wie Sicherheit, Ruhezeiten oder Schutz der Anlage und der Anlieger beachtet werden“, so Janett Lehmann.

Die Entscheidung über die Variante treffen die Stadtverordneten. Und das sollte nicht auf die lange Bank geschoben werden. Denn um in den Genuss der Fördermittel zu kommen, muss der gesamte Komplex bis Ende kommenden Jahres fertig gestellt sein.

Herzberger sind gefragt

Auch die Herzberger sollen bei der Entscheidung für eine Variante ein Wörtchen mitreden. Die Stadtverwaltung hat sich schon mal bei den Schülersprechern der Elsterlandgrundschule, der Clajus-Schule und des Gymnasiums umgehört. „Das waren natürlich nur wenige Meinungen, aber der Trend ging zum Skaterpark“, sagt die Stadtplanerin. Auch auf Facebook, wo die Stadt das Vorhaben kurz vorgestellt hat, wird eifrig diskutiert. Eine leichte Mehrheit der meist erwachsenen User tendiert zur Calisthenic-Anlage. Es gibt auch Leute, die sich eine Mischung wünschen oder den Skaterplatz an der Lapine und die Calisthenic-Anlage im Stadtpark. Auch ein weiterer schöner Spielplatz wird angeregt. Die unterschiedlichen Meinungen zeigen, dass es keine einfache Aufgabe für die Abgeordneten sein wird, hier eine Entscheidung zu treffen. Der Grundtenor aber war bei allen, die ihre Meinung kund getan haben, der gleiche: Schön, dass in Herzberg eine weitere Freizeitanlage entsteht.

 Direkt an den „Wiesentisch“ könnte aber auch ein Areal mit verschiedenen Fitnessgeräten grenzen. Illustrationen. 
Direkt an den „Wiesentisch“ könnte aber auch ein Areal mit verschiedenen Fitnessgeräten grenzen. Illustrationen.  FOTO: Planungsbüro GFSL