Von Birgit Rudow

Alles neu macht der Mai, sagt der Volksmund. In Schönewalde sind die „Neuheiten“ bereits im April eingetroffen. Seit dem 1. April ist Christoph Schulze neuer Leiter des Bau- und Ordnungsamtes der Stadt. Sein Vorgänger Thomas Kräuter ist aus Schönewalde weggezogen, hat die Rundschau aus der Stadtverwaltung erfahren.

Christoph Schulze ist 38 Jahre alt, verheiratet, Vater von zwei Kindern  und kommt aus dem Ortsteil Stolzenhain. Viele Schönewalder und Motorradfans kennen ihn als stellvertretenden Chef des Motorradvereins Hartmannsdorf/Stolzenhain. Mit Zweirädern kennt er sich aus. Beruflich aber ist er auf dem Bau zu Hause. Bisher war der Bauingenieur auch in einem Baubetrieb tätig.

Schönewalde mitgestalten

Jetzt also das Rathaus. „Ich wollte einfach etwas für die Stadt tun und sie mitgestalten“, begründet Christoph Schulze seinen Entschluss, sich um die Stelle als Bauamtsleiter zu bewerben, kurz und knapp. Die Verwaltung in einem Baubetrieb ist ihm nicht fremd. Die Arbeit in der öffentlichen Verwaltung hingegen schon.

Bürgermeister Michael Stawski sieht darin aber kein Problem. „Für den Baubereich ist Christoph Schulze vom Fach. Was die speziellen Verwaltungsaufgaben betrifft, so hat er mit seiner Stellvertreterin Andrea Horlitz, die für die allgemeine Bauverwaltung zuständig ist, und mit der Sachgruppenleiterin Ordnungsamt Ines Fülla sehr gute und erfahrene Mitarbeiterinnen zur Seite“, so der Bürgermeister. Und wenn Christoph Schulze sich eingearbeitet hat, dann möchte er auch einen entsprechenden Lehrgang für Verwaltungsfachangestellte absolvieren. Doch erst einmal sieht er andere Schwerpunkte.

Viele Baumaßnahmen im Stadtgebiet

Im Schönewalder Stadtgebiet stehen einige größere Baumaßnahmen an. Dazu gehören die Sanierung der Kindertagesstätte in Knippelsdorf, der Ersatzneubau der Kita Dubro, der in diesem Jahr abgeschlossen werden soll, oder die Gestaltung der Außenanlagen der Kita in Ahlsdorf. Außerdem sollen in Jeßnigk und Stolzenhain neue Feuerwehrgerätehäuser gebaut werden.Wenn alles gut geht, können die Arbeiten Anfang Juni beginnen.

Der Start wird Christoph Schulze also nicht leicht gemacht. Wie ein Begrüßungsgeschenk wirkt da der nagelneue Traktor für den Bauhof, den die Firma Schlieper für Landtechnik am Dienstag an die Stadt Schönewalde übergeben hat und der dem Bauhof ab sofort zur Verfügung steht. Mehr als 50 000 Euro hat die Stadt dafür aus dem Haushalt locker gemacht. Das war auch dringend nötig, denn der bisherige Traktor war schlicht gesagt eine alte Möhre. Jetzt können die Bauhof-Mitarbeiter ganz anders loslegen. Gerd Riedel von der Firma Schlieper hat ihnen alles genau erklärt. Das Fahrzeug ist universell einsetzbar und kann mit seiner Hubtechnik auch die Markthütten transportieren. Dafür musste sich die Stadt bisher immer Fahrzeugtechnik borgen. An den Traktor kann Kehrtechnik und später auch die Winterdiensttechnik montiert werden.

„Für uns ist beim Erwerb neuer Kommunaltechnik vor allem wichtig, dass der Bauhof effizienter arbeiten kann. Mit der Technik sparen die Kollegen viel Zeit und sie erleichtert ihnen die Arbeit“, sagt der Bürgermeister. Das habe sich schon beim Großflächenmäher und beim neuen Laubsauger vor allem in den Ortsteilen bemerkbar gemacht, so Michael Stawski.

Die sechs Leute vom Bauhof sind das „Mädchen für alles“ im Schönewalder Stadtgebiet. Das weiß auch Christoph Schulze. Von der Grünflächenpflege bis zu kleinen Reparaturarbeiten an und in städtischen Einrichtungen – sie sind ständig gefragt. Da ist es gut, wenn sie mit entsprechender Technik ausgerüstet sind, so der Bauamtsleiter.