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| 12:53 Uhr

Neue Veranstaltung in Herzberg
Frischer Wind aus junger Unternehmerecke

 Maria Goldberg gibt Einblicke in ihre Tätigkeit als freiberufliche Lichtplanerin und das Netzwerk „Neopreneurs“.
Maria Goldberg gibt Einblicke in ihre Tätigkeit als freiberufliche Lichtplanerin und das Netzwerk „Neopreneurs“. FOTO: Rico Meißner
Herzberg. Zahlreiche Unternehmer interessierten sich für die Herzberger Veranstaltung „Kumm’ ocke! Lausitzer Macher erzählen“. Von Rico Meißner

. Zwei Dinge verbinden vermutlich alle Teilnehmer von „Kumm’ ocke! Lausitzer Macher erzählen“ am Donnerstag vergangener Woche im „LUG 2“ in Herzberg. Zum einen, aus dem Schatten zu treten und sichtbar zu sein und zum anderen natürlich ihr jeweiliges Unternehmen erfolgreich zu führen. Organisiert wurde das Treffen von Jungunternehmern von der Fördereinrichtung für Kultur- und Kreativschaffende „Kreatives Sachsen“ sowie dem Niederlausitzer jungen Unternehmernetzwerk „Neopreneurs“.

„Es geht um Kooperation über Landesgrenzen hinweg“, betonte Claudia Muntschick („Kreatives Sachsen“) bei der Begrüßung. Allein in Sachsen gehörten etwa 10 000 Unternehmen zur Kultur- und Kreativwirtschaft. „Hier soll auch abseits der Großstädte etwas passieren. Es gibt viele spannende Unternehmen im ländlichen Raum.“ Um diese zu ermutigen, zu unterstützen und deren Wachstum zu ermöglichen, sollen solche Netzwerke und Fördereinrichtungen dienlich sein. „Wir sprechen gerne mit jedem einzelnen,“ so Muntschick. „Wir reden darüber, welche Ideen funktionieren könnten und wo Förderungen möglich sind. Wir wissen, was unsere Leute brauchen, um auch mit einem Mehrwert aus solchen Gesprächen zu gehen.“ Generell ginge es um „neues Unternehmertum in gewachsenen Wirtschaftsräumen“.

Einige solcher „neuen“ Unternehmer präsentierten sich in Herzberg. Maria Goldberg aus Finsterwalde beispielsweise. Sie ist nach ihrem Architekturstudium zurückgekehrt und arbeitet jetzt als freiberufliche Lichtplanerin. Goldberg hat außerdem das Kreativunternehmernetzwerk „Neopreneurs“ gegründet, das sich auch stark über soziale Netzwerke nach außen hin präsentiert.  Ihre Lichtplanung indes fokussiert sich unter anderem auf Kirchen, Ladengeschäfte und Fassadenbeleuchtung. Aber auch private Bauherren rücken in ihren Tätigkeitsbereich. „Ein Nachmittag sollte genügen, um mit dem Auftraggeber ein Konzept für die Beleuchtung zu erarbeiten“, erklärte sie.

Ein anderer Unternehmer wiederum betreibt seit kurzen das Grafikstudio „Hafenjunge“ in Herzberg, das sowohl Auftragsarbeiten als auch Eigenarbeiten in Print-, Web- und Produktgestaltung betreut. Der Begriff „Hafenjunge“ scheint auf den ersten Blick etwas irritierend, denn Markus Wegner ist gebürtiger Österreicher. Der Name geht auf ein Projekt in Wien zurück, wo er sein Studio gleich mit einer kleinen „Hafenkneipe“ verband. Die Liebe zu einer gebürtigen Herzbergerin führte dazu, dass er sie dazu brachte, wieder zurück nach Herzberg zu ziehen, wo die beiden, wie er sagt, „viel Unterstützung erfahren haben“.

Das „LUG 2“, das erst Ende Februar offiziell eröffnet wird, wird als „Co-working space“, also eine Räumlichkeit mit mehrfacher Nutzungsmöglichkeit, auch sein Domizil sein. Und eines schien Wegner bei seinem Zuzug nach Herzberg noch augenzwinkernd wichtig. „Gott sei Dank gibt es das Café ,Plätzchen’ in Herzberg. Ein kleines Caféhaus.“ Auch ein Österreicher kommt eben nicht gegen seine Wurzeln an.