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| 14:46 Uhr

Schlüsselübergabe
Zwei Millionen Euro, die allen dienen

Zur Einweihung der neuen Rettungswache in Herzberg gehört die symbolische Schlüsselübergabe, hier im Bild der Leiter der Herzberger Rettungswache Michael Gehler, Rettungsdienstleiter Sebastian Weiss, Landrat Christian Heinrich-Jaschinksi und Klinikum-Aufsichtsratsvorsitzender Dr. Eberhard Wolf (v.r.)
Zur Einweihung der neuen Rettungswache in Herzberg gehört die symbolische Schlüsselübergabe, hier im Bild der Leiter der Herzberger Rettungswache Michael Gehler, Rettungsdienstleiter Sebastian Weiss, Landrat Christian Heinrich-Jaschinksi und Klinikum-Aufsichtsratsvorsitzender Dr. Eberhard Wolf (v.r.) FOTO: Sylvia Kunze
Herzberg. Neue Rettungswache in Herzberg eingeweiht. Sie ist eine Verbesserung für Beschäftigte vor Ort und die Bevölkerung. Von Sylvia Kunze

Pünktlich, wie bereits zum Baustart im Sommer des vergangenen Jahres terminlich vorgesehen, ist die neue Rettungswache hinter der Aral-Tankstelle in Herzberg fertiggestellt und in einem feierlichen Akt am gestrigen Dienstag offiziell ihrer Bestimmung übergeben worden. Denn genutzt wird sie ja eigentlich schon seit ein paar Tagen. Genauer gesagt seit etwa drei Wochen. „Wir sind dabei uns einzuleben“, berichtet Michael Gehler, Leiter der Herzberger Rettungswache, und reiht sich ein in die Reihe derer, die bei der Gelegenheit die neuen Räumlichkeiten und die sich daraus ergebenden besseren Bedingungen loben.

Eine Verbesserung, die Mitarbeitern und Bevölkerung gleichermaßen zugute komme, wie Sebastian Weiss, Werkleiter Rettungsdienst des Landkreises, bei der symbolischen Schlüsselübergabe betont. Am alten Wachenstandort war Platz Mangelware geworden. Der ist nun  ausreichend vorhanden. Und auch ein paar andere Annehmlichkeiten sind dazugekommen. Freilich kein Luxus, der kreisliche Bauüberwacher hat streng darauf geachtet, dass das Bauvorhaben im gesteckten Finanzrahmen blieb. Aber allein schon der Schulungsraum ist ein Gewinn. „Der uns auch in die Lage versetzt, Ausbildung noch weiter qualifizieren zu können“, betont Weiss und fügt an, dass man künftig verstärkt auch Praktikumsmöglichkeiten anbieten will, „um auf unsere Arbeit aufmerksam zu machen und Berufsnachwuchs zu sichern“.  

Rund zwei Millionen Euro sind am neuen Standort der Rettungswache investiert worden. Wieder direkt an der B 87 habe man sich sehr bewusst platziert. „Wir wollen die Einsatzzeiten verbessern“, begründet der Landrat. „2017 lag die durchschnittliche Hilfsfrist im Landkreis bei neun Minuten und zehn Sekunden. Das ist ein guter Wert“, berichtet Sebastian Weiss. Der Gesetzgeber fordert ein Eintreffen der Rettungskräfte vor Ort mindestens bei 95 Prozent der gefahrenen Einsätze innerhalb von 15 Minuten nach der Alarmierung. 92 Prozent der Einsätze habe man im Vorjahr in dieser Frist geschafft, ist zu hören.

Es gebe jedoch auch Extreme, die über der zeitlichen Vorgabe lägen. „Wir arbeiten deshalb daran, die Infrastruktur des Rettungsdienstes im Landkreis stetig zu verbessern und werden die Investitionen in diesem Bereich fortsetzen“, bekräftigt EE-Landrat Christian Heinrich-Jaschinski bei der Einweihung des neuen Standortes in der Kreisstadt.

Die Rundschau hat den Werkleiter Rettungsdienst vorab schon einmal in seinem Büro besucht. An der Wand mit der Landkreiskarte zeigt der die Standortsituation der Wachen in Elbe-Elster. Derzeit gibt es zehn: im Bereich Herzberg neben der in Herzberg zwei weitere in Werchau und Uebigau; im Bereich Finsterwalde die in Finsterwalde (die derzeit noch im Bau befindliche Erweiterung soll in wenigen Wochen fertiggestellt werden) sowie die in Sonnewalde, Doberlug-Kirchhain und Oppelhain; im Bereich Bad Liebenwerda/Elsterwerda die in Elsterwerda sowie die in Mühlberg und Groß­thiemig.

Neu hinzu kommen aktuell noch zwei: Die Wache in Bad Liebenwerda ist bereits im Bau. Die Arbeiten an der Wache in Schönewalde sollen demnächst starten. Und es würden auch schon Überlegungen darüber hinaus laufen, berichtet Weiss, die die Wache in Werchau betreffen.

Sebastian Weiss, Werkleiter Rettungsdienst , zeigt an der Karte die Verteilung der Wachen im Landkreis: grüne Punkte Bereich Herzberg, schwarz Bereich Finsterwalde und blau Bereich Bad Liebenwerda/Elsterwerda. Gelb sind die Standorte markiert, die sich aktuell im Bau befinden bzw. demnächst mit dem Bau starten sollen: Bad Liebenwerda und Schönewalde.
Sebastian Weiss, Werkleiter Rettungsdienst , zeigt an der Karte die Verteilung der Wachen im Landkreis: grüne Punkte Bereich Herzberg, schwarz Bereich Finsterwalde und blau Bereich Bad Liebenwerda/Elsterwerda. Gelb sind die Standorte markiert, die sich aktuell im Bau befinden bzw. demnächst mit dem Bau starten sollen: Bad Liebenwerda und Schönewalde. FOTO: LR / Manfred Feller