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| 16:54 Uhr

Herzberg
Neue Halle für das MetallHaus

Die Rohrlaser-Maschine ist die neueste Errungenschaft im MetallHaus der Elster Werkstätten. Mit ihr können besondere Dienstleistungen bei der Profilbearbeitung in verschiedenen Materialien angeboten werden.
Die Rohrlaser-Maschine ist die neueste Errungenschaft im MetallHaus der Elster Werkstätten. Mit ihr können besondere Dienstleistungen bei der Profilbearbeitung in verschiedenen Materialien angeboten werden. FOTO: Rudow / LR
Herzberg. Elster Werkstätten schaffen weitere qualifizierte Arbeitsplätze für behinderte Menschen. Von Birgit Rudow

Im MetallHaus der Elster Werkstätten GmbH im Herzberger Gewerbegebiet An den Stein-

enden wurde am Mittwoch ein Erweiterungsbau offiziell eingeweiht. Die Mitarbeiter im MetallHaus arbeiten an CNC-Maschinen im Laserzuschnitt und in der Abkantung, sie führen Schweißarbeiten mit einem Schweißroboter aus, fertigen in der konventionellen mechanischen Metallbearbeitung oder in der Oberflächenbearbeitung. Sie produzieren für das Handwerk und die Industrie, so für den Elektrobereich, den Fahrzeugbau, den Windkraftanlagenbau, die Möbelindustrie und die Deutsche Bahn. Mit der etwa 3000 Quadratmeter großen neuen Produktionshalle haben die Mitarbeiter jetzt optimale Arbeitsbedingungen. Auch die Werkstattbeschäftigten werden von Fachkräften an die Maschinenbedienung herangeführt. Das sei oft ein langer Prozess, aber er funktioniere, sagte der Bereichsleiter Uwe Höse, der die Gäste bei der Halleneinweihung am Mittwoch durch die Produktionsstätten führte.

Nach einem Jahr Bauzeit war die neue Halle fertig. Sie teilt sich in zwei Bereiche – einen für logistische Zwecke und einen für die Fertigung, in dem vor allem Edelstahl und Aluminium verarbeitet werden. Neben der Halle präsentierte Uwe Höse den Gästen auch die neue Rohrlaser-Anlage. Sie verleiht dem MetallHaus ein gewisses Alleinstellungsmerkmal. „Es gibt nicht sehr viele Dienstleister auf diesem Gebiet“, so der Geschäftsführer der Elster Werkstätten Dr. Frank Hamann. Der Rohrlaser kann Profile mit einem Durchmesser von bis zu 240 Millimeter bearbeiten. Er schneidet Stahl, Alu, Edelstahl, Kupfer und Messing in allen Profilformen, auch Sonderprofile. Mit dieser Maschine habe das MetallHaus seine Produktion auch umgestaltet, erklärte Uwe Höse. Einige Arbeitsschritte, die früher extra erledigt werden mussten, fallen weg. Damit gebe es mehr Kapazitäten für andere Aufgaben, sagte er.

Die neuerliche Investition der Elster Werkstätten GmbH dient einem Ziel: weitere attraktive Arbeitsplätze für die behinderten Werkstattbeschäftigten zu schaffen.

Frank Hamann verwies am Mittwoch auf die UN Behindertenrechtskonvention und das 2017 in Deutschland in Kraft getretene Bundesteilhabegesetz, das dazu verpflichtet, jedem behinderten Menschen eine gleichberechtigte Teilhabe auch auf dem Gebiet der Arbeit zu ermöglichen. Ziel sei es, behinderten Menschen den Zugang auf den allgemeinen Arbeitsmarkt zu gewähren. Für die Elster Werkstätten bedeute dies, Alternativen der Beschäftigung außerhalb der Werktätten zu schaffen und gleichzeitig passgenaue Beschäftigungen zu finden. „Dabei sind wir gut beraten, die regionalen Besonderheiten zu beachten. Es gibt viele Kooperationen mit Unternehmen in der Region. Unsere vor Jahren getroffene Entscheidung, die Elster Werkstätten als leistungsfähigen Dienstleistungsanbieter auszurichten, ist richtig gewesen, auch wenn der Spagat zwischen sozialer Herausforderung und wirtschaftlichen Anforderungen sehr groß ist“, sagte er. Frank Hamann äußerte die Hoffnung, dass die Elster Werkstätten auch weiterhin ein interessanter Partner für die Unternehmen der Region bleiben.

32 Werkstattbeschäftigte arbeiten im MetallHaus der Elster Werkstätten. Auch für sie verbessern sich die Arbeitsbedingungen deutlich.
32 Werkstattbeschäftigte arbeiten im MetallHaus der Elster Werkstätten. Auch für sie verbessern sich die Arbeitsbedingungen deutlich. FOTO: Rudow / LR