Zu ihrem ersten Winterfamilienfest hatte die Jugendfeuerwehr der Ortswehr Herzberg Ende vergangener Woche die Eltern der Kinder und Jugendlichen eingeladen. "Das war eine gelungene Premiere. Und es war eine gute Gelegenheit, auch mal die Eltern kennenzulernen", sagt Jugendwart Benjamin Lehmann. Vor gut einem Jahr war die Zahl der Mitglieder der Jugendwehr durch Übernahmen in den aktiven Dienst auf fünf gesunken. Jetzt sind es schon wieder 17 Mädchen und Jungen im Alter von sechs bis 15 Jahren. Sie kommen aus Herzberg, Fermerswalde und Löhsten.

Für das Winterfamilienfest haben sich die Kinder ein Rollenspiel erarbeitet und mit dem stellvertretenden Jugendwart Thomas Meißner einstudiert. Mit Kulissenbau haben sie gemeinsam etwa 185 Stunden investiert. Mit dem Rollenspiel haben sie auch ihr Können demonstriert. Sie simulierten eine Situation, bei der durch einen technischen Defekt in einer Wohnung ein Brand entstand. Der Flur total verqualmt. Zwei Kindern im Kinderzimmer war der Fluchtweg abgeschnitten. Die jungen Feuerwehrleute zeigten, wie man in solch einer Situation handeln muss. Jeder bekam eine Rolle ab. Nach der Aufführung haben alle gemütlich zusammengesessen. Um das Buffet haben sich die Eltern gekümmert, für die Getränke war die Feuerwehr zuständig.

Mit dabei war auch Herzbergs Bürgermeister Michael Oecknigk (CDU). Er hatte für die Jugendwehr noch eine Überraschung in Form von Wettkampfmaterialien parat und übergab den Kindern zwei Strahlrohre, einen Verteiler und einen Saugkorb im Wert von mehr als 800 Euro. Die alten Geräte waren schon mehr als 20 Jahre in Betrieb. Jetzt können sich die Mädchen und Jungen bestens auf Wettbewerbe vorbereiten, denn im kommenden Jahr streben sie den Kreismeistertitel an, wie Benjamin Lehmann verraten hat.

Auch der Jugendfeuerwehrraum im Gerätehaus in Herzberg hat in den vergangenen Tagen ein neues Aussehen bekommen. Die alten Vitrinen wurden durch neue Möbel und Regale, die der Feuerwehr gespendet wurden, ersetzt. "Die Familie Linau hat uns bei der Umgestaltung gut unterstützt", so der Jugendwart.