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| 02:40 Uhr

Naturfreund zur Großtrappe: "Das ist eine Sensation!"

Falkenberg. Auf der Leserbriefseite am gestrigen Dienstag hat Raik Moldenhauer aus Buckau über Naturbeobachtung berichtet, die er mit einem Foto dokumentierte. Bei Fermerswalde, am Ortsausgang in Richtung Buckau, hat er einen braun gescheckten, großen Vogel mit kräftigen Beinen entdeckt. red/sk

Er vermutet, dass es eine Großtrappe war. Und das bestätigt nun der Falkenberger Naturfreund Dieter Lehmann. Er schreibt:

"Großtrappen (Otis tarda) waren in Deutschland bereits so gut wie ausgestorben. 1996, beim Bau der Eisenbahnschnellfahrstrecke Hannover-Berlin durch das Havelländische Luch, wurde für den Restbestand dieser so attraktiven Vogelart ein Schutzgebiet geschaffen, wodurch sich deren Bestände wieder erhöhen konnten. Gegenwärtig, nach einer im Jahr 2016 erfolgten Zählung, leben wieder 232 Großtrappen in Deutschland. Sie waren bisher nur in drei Gebieten anzutreffen, zwei davon in Brandenburg, eines in Sachsen Anhalt. Lebensräume der Großtrappe sind Ackerflächen und großräumige Wiesengebiete in einer weiträumigen offenen Landschaft, in der es möglichst wenig zu Störungen kommt.

Deshalb ist aus Sicht der Ornithologen die Entdeckung einer Großtrappe bei Fermerswalde eine echte Sensation! Wer den Vogel, bei dem es sich wahrscheinlich um ein Weibchen handelt, ebenfalls gesehen hat, sollte sich beim Falkenberger Naturschutzverein melden (035365 35496 oder lemanus.diterius@gmx.de)."