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| 11:44 Uhr

Baugeschehen
Nächste Woche wird oberer Teil der Großrössener Kita „umzugsfertig“

In der Kita in Großrössen ist der Zwischenendspurt eingeläutet. Unter anderem schwingt Bauunternehmer Jens Hattwich bei letzten Arbeiten an der neuen Treppe den Pinsel.
In der Kita in Großrössen ist der Zwischenendspurt eingeläutet. Unter anderem schwingt Bauunternehmer Jens Hattwich bei letzten Arbeiten an der neuen Treppe den Pinsel. FOTO: Sylvia Kunze / LR
Großrössen. Zwischenendspurt bei den Bauarbeiten. Teil eins des Projekts nähert sich dem Ende. Von Sylvia Kunze

Die „Villa Kunterbunt“ in Großrössen wird in diesen Tagen ihrem Namen voll gerecht. Neben den Mädchen und Jungen, die in der Kindertagesstätte betreut werden, bahnen sich immer wieder Handwerker den Weg zu ihren Arbeitsplätzen. Die liegen erst einmal hauptsächlich im oberen Geschoss des Hauses, das über viele Jahre ungenutzt blieb und nun wieder zu neuem Leben erweckt wird. Ortsvorsteher Hansgeorg Löwe hatte schon mehrere Jahre lang gedrängelt, die brachliegenden Kapazitäten für die Kita nutzbar zu machen. Ihm ging es dabei vordringlich um einen Turnraum.

Wachsende Nachfrage nach Plätzen in den Falkenberger Kindereinrichtungen hat die Stadtverantwortlichen dann vor einigen Monaten zum Umdenken bewogen. Baupläne für die Kita in Großrössen reiften und werden seit dem vergangenen Jahr in die Tat umgesetzt.

Um das obere Geschoss für die Kinderbetreuung nutzbar zu machen, war es in einem ersten Schritt erforderlich, ein zweite Treppe zu bauen. Ohne die würde es aus brandschutztechnischen Gründen keine Genehmigung geben, damit die zweite Etage in die Kita einbezogen werden kann. Der Aufgang ist inzwischen geschaffen. Parallel dazu hat der obere Bereich, wo sich zuvor eine Wohnung befand, eine leichte Umgestaltung erfahren, weil neben dem neuen Turnraum weitere Platzkapazitäten geschaffen werden sollten. Dort ist aktuell Zwischenendspurt angesagt. Der kleine Sanitärbereich mit Waschbecken und Toiletten hat Gestalt angenommen. Fußbodenleger waren fleißig, Maler haben für frische Farben gesorgt, die Decken sind angefasst und neue Türen eingesetzt worden.

„Jetzt müssen die Maler das Treppenhaus herrichten. Die Reinigung läuft an. Am Montag sollen die Möbel kommen“, zählt Marcel Heinrich, Mitarbeiter des Falkenberger Bauamtes, auf, was gerade noch zu tun ist. „Ab der zweiten Hälfte in der nächsten Woche soll die Nutzung des oberen Bereichs starten.“

Die Bauarbeiten in der Kita sind damit aber längst nicht abgeschlossen. „Die Stadt hat die Auflage bekommen, in Sachen Brandschutz aktiv zu werden. Wir müssen die Styropordecken in den Räumen in der unteren Etage entfernen“, so Marcel Heinrich. In diesem Zug sollen gleich die Decken abgehangen und mit Schallschutz versehen werden. „Unmittelbar nach Abschluss der Arbeiten im oberen Bereich des Hauses soll es damit losgehen“, berichtet der Stadtbedienstete.

Für Erzieherinnen und Kinder heißt das, mehrmals in den nächsten Tagen umzuziehen - immer dorthin, wo erst einmal gerade Platz ist. „Auch das werden wir meistern“, ist sich Erzieherin Christine Hinzmann sicher. „Wir erfahren große Unterstützung aus dem Dorf und von den Eltern“, fügt sie hinzu. Die Frau, die schon seit vielen Jahren in der Großrössener Kindereinrichtung arbeitet und Richtung Ruhestand blickt, möchte diesen angesichts der vielen positiven Veränderungen im Haus jetzt am liebsten noch eine Weile hinausschieben.

„Wir haben nach Abschluss der Gesamtbaumaßnahme dann auch jeden Raum angefasst“, erläutert Marcel Heinrich. Begonnen haben die Erneuerungen 2016 mit der Sanierung der Sanitäreinrichtungen. Nun die Nutzbarmachung der oberen Etage. Und letztlich noch die Arbeiten im Erdgeschoss, die mit dem Einziehen der Schallschutzdecken nicht abgeschlossen sind, sondern auch den Einsatz der Maler nach sich ziehen. „Unsere Kita wird dann richtig schön sein“, schwärmt Christine Hinzmann.

Aber das werde noch eine Weile dauern, sagt der Bauamtsmitarbeiter. Und eine kleine Herausforderung mit sich bringen: „Wenn der Flurbereich an der Reihe ist, muss für ein paar Tage eine besonders enge Abstimmung zwischen Bauarbeitern und Kitapersonal erfolgen, denn die Kinder müssen trotz der Arbeiten sicher durchkommen.“