Nach den Vorwürfen der Tierquälerei in einem Schweinezuchtbetrieb im Landkreis Elbe-Elster prüft die Staatsanwaltschaft Cottbus, ob eine Straftat vorliegt. Es gehe um den möglichen Verstoß gegen das Tierschutzgesetz, sagte Sprecherin Petra Hertwig am Mittwoch. Auch der Landkreis geht den Vorgängen nach. Das Kreisveterinäramt werde im Falle von Straftaten zeitnah Entscheidungen treffen, sagte Torsten Hoffgaard, Sprecher des Landkreises, am Mittwoch. Mitte Oktober vergangenen Jahres sei der Betrieb zuletzt kontrolliert worden. Da habe es keine Auffälligkeiten gegeben, sagte er.

Brandenburgs Verbraucherschutzministerin Ursula Nonnemacher (Bündnis 90/Grüne) hatte nach Bekanntwerden der Vorwürfe die zuständige Kreisveterinärbehörde kontaktiert, um erforderliche Schritte einzuleiten. Ihr sei wichtig festzuhalten, dass eine rechtswidrige Praxis bei der Tötung von Ferkeln nicht hinzunehmen sei.

Aufnahmen von Animal Rights Watch bei Spiegel TV

Das Magazin „Spiegel TV“ hatte anhand von Aufnahmen der Tierschutzorganisation Animal Rights Watch von brutalen Tötungen von Ferkeln in einem Schweinezuchtbetrieb im Landkreis Elbe-Elster berichtet. Der Geschäftsführer des Unternehmens wies in dem Beitrag Vorwürfe zurück und betonte, dass die Mitarbeiter zu einer anderen Vorgehensweise angewiesen worden seien.

Der aktuelle Fall müsse lückenlos aufgeklärt werden, sagte der Grünen-Fraktionschef im Brandenburger Landtag, Benjamin Raschke. Er kritisierte, dass es zu wenig Kontrollen gebe, um diese Vorfälle zu verhindern.