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| 19:44 Uhr

Nach der Sommerhitze kamen die Unwetter

Am Kiebitzer Weg in Falkenberg stürzten fünf vom Orkan entwurzelte Robinien zwischen zwei Einfamilienhäuser. Zum Glück hielten sich die angerichteten Schäden dort in Grenzen.
Am Kiebitzer Weg in Falkenberg stürzten fünf vom Orkan entwurzelte Robinien zwischen zwei Einfamilienhäuser. Zum Glück hielten sich die angerichteten Schäden dort in Grenzen. FOTO: Dieter Lehmann
Elbe-Elster. Bis weit über die Monatsmitte war es außergewöhnlich warm und sehr sonnenscheinreich. Doch am 22.Juni fegte das Sturmtief "Paul" mit Orkanböen von bis zu 120 km/h über uns hinweg.

Die Schäden im südlichen Elbe-Elster Kreis waren enorm: entwurzelte und umgeknickte Bäume, beschädigte Dächer und Gebäude, umgestürzte Licht- und Leitungsmasten, unbefahrbare Eisenbahnstrecken.

Aber das geschah erst am Ende des Monats. Bis dahin hielt langanhaltender Hochdruckeinfluss die nördlich ziehenden Tiefdruckgebiete weitgehend von uns fern und sorgte in Deutschland für einen außergewöhnlich warmen und sonnenscheinreichen Monat. Die durchschnittliche Monatstemperatur von 18,0 Grad Celsius lag um 2,6 Grad über dem Klimawert der international gültigen Referenzperiode. Damit war der Juni, nach 2003, 1930 und 1917 der viertwärmste seit 1881, dem Beginn der regelmäßigen Temperaturmessungen.

An meiner privaten Wetterstation in Falkenberg erreichte das Thermometer am 20. Juni den monatlichen Höchstwert von 31,6 Grad. Aber leider gab es in unserer Region bis fast zum Monatsende hin wieder einmal zu wenig Regen - sehr zum Nachteil von Natur und Landwirtschaft. Erst das Unwetter am 22. und der am 29. Juni folgende Starkregen sorgten örtlich für einen nun schon wieder nachteiligen Wasserüberfluss.

Wegen des Dauerregens musste am 29. in Berlin der Ausnahmezustand ausgerufen werden. Örtlich fiel - binnen von weniger als 24 Stunden - mehr als doppelt so viel Regen wie normalerweise im ganzen Juni. Im Berliner Stadtgebiet und in einigen Teilen Brandenburgs liefen U-Bahnhöfe voll, Straßen wurden geflutet.

Was sagt uns das turbulente Wettergeschehen im diesjährigen Juni? Der von uns Menschen verursachte globale Klimawandel lässt grüßen! Die Wetterextreme nehmen weltweit zu, auch bei uns in Deutschland. Wir müssen das erkennen und akzeptieren. Aber jeder von uns kann auch einen Teil dazu beitragen, aktiven Klimaschutz zu betreiben. Indem er global denkt und regional handelt!