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| 15:22 Uhr

Schönewalde
Nach dem Geocaching zur Feuerwehr

Ricardo Stolle (r.) von der Schönewalder Feuerwehr erläutert den Ferienkindern, wie der Hubretter funktioniert.
Ricardo Stolle (r.) von der Schönewalder Feuerwehr erläutert den Ferienkindern, wie der Hubretter funktioniert. FOTO: Rudow / LR
Schönewalde. Die Jugend- und Freizeitherberge des ASB in Schönewalde wird immer beliebter. Von Birgit Rudow

Auf dem Wandkalender im Büro von Caroline Krüger sind viele Wochen bunt gekennzeichnet. Ein Zeichen dafür, dass die Jugend- und Freizeitherberge des ASB in Schönewalde, deren Leiterin Caroline Krüger ist, immer besser ausgelastet wird.

„Es sieht gut aus“, sagt die Leiterin. Vor allem Berliner Schulen und Grundschulen aus der Region, wie aus Jessen oder Tröbitz, machen ihre Klassenfahrten gern in die Schönewalder Herberge mit ihren 35 Betten und Rundum-Versorgung inmitten ländlicher Natur. Aber auch Vereine nutzen die Herberge. „In diesem Jahr kommt der Behindertenverband des Saale-Orla-Kreises zum ersten mal zu uns“, sagt sie. Ein Ultimate Frisbee-Verein reist mit 38 Leuten an und die Nachwuchsschützen der Schützengilde Cottbus haben sich auch wieder angesagt, diesmal aber mit doppelter Personenzahl. „Gerade diese beiden Vereine schwärmen von den tollen Trainingsmöglichkeiten, die wir hier in Schönewalde für sie haben“, so die Herbergsleiterin.

Auch über Ostern war die Herberge gebucht. Caroline Krüger ist es gelungen, den Berliner Anbieter für betreute Kinderreisen „Reisemeise“ für Schönewalde zu interessieren. Die Herberge gehört 2018 zu den Angeboten des Anbieters.  Mit zwei Gruppen war die „Reisemeise“ über Ostern in Schönewalde. Sie reist bundesweit mit Kindern aus ganz Deutschland und auch aus dem Ausland. „Wir bieten preiswerte Reisen an und  haben noch ein Abenteuer-Angebot für die Kinder gesucht, das man auch zu Fuß bewältigen kann. Die Kinder sind da nicht so anspruchsvoll. Das macht sich in Schönewalde gut. Die Herberge ist sehr schön und man kann tolle Ausflüge machen. Wir waren mit ihnen bei der Paltrockmühle, haben Geocaching gemacht und waren in der Milchviehanlage in Bernsdorf. Das ist für Großstadtkinder aus Berlin oder Ankara schon etwas Besonderes“, sagt der Reiseleiter Ingo Schulz. Ihm gefällt auch, dass die Herberge klein ist, und die Gruppen die Einrichtung, den Garten und die Spielgeräte sozusagen für sich alleine haben.

An einem Abend waren die Kinder  bei der Schönewalder Feuerwehr. Kameraden der Wehr haben ihnen die Fahrzeuge und das Gerätehaus gezeigt. Besonders spannend war für die Mädchen und Jungen, dass während ihres Aufenthaltes ein Alarm ausgelöst wurde. Es war zwar kein Brand, sondern „nur“ eine Transporthilfe, aber gespannt verfolgten sie, wie die Feuerwehrmänner schnell in ihre Montur und die Fahrzeuge stiegen.

„Die ‚Reisemeise’ kommt in diesem Jahr im Sommer noch einmal mit vier Gruppen. Wir hatten jetzt Zeit, uns kennenzulernen. Das hat prima funktioniert“, sagt Caroline Krüger. Die Aktivitäten stellt der Veranstalter selbst zusammen. „Wir vor Ort sorgen dafür, dass es den Kindern bei uns gut geht und dass sie sich wohl fühlen“, so die Herbergsleiterin.