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| 12:34 Uhr

Nach den Supermarktbränden in Falkenberg und Uebigau
Kriminaltechniker suchen in Brand-Ruinen nach Spuren

 Im abgebrannten Penny-Einkaufsmarkt in Falkenberg (Foto) und im ebenfalls in der Nachbarstadt Uebigau abgebrannten Netto-Einkaufsmarkt haben sich am Freitag Spezialisten der Kriminalpolizei ganz genau umgesehen und haben Ursachenforschung für das Entstehen der beiden Großbrände betrieben.
Im abgebrannten Penny-Einkaufsmarkt in Falkenberg (Foto) und im ebenfalls in der Nachbarstadt Uebigau abgebrannten Netto-Einkaufsmarkt haben sich am Freitag Spezialisten der Kriminalpolizei ganz genau umgesehen und haben Ursachenforschung für das Entstehen der beiden Großbrände betrieben. FOTO: Dieter Müller
Falkenberg/Uebigau. Polizei-Spezialisten haben die Arbeit in den beiden abgebrannten Supermärkten in Falkenberg und Uebigau aufgenommen. Von Sylvia Kunze

Im abgebrannten Penny-Einkaufsmarkt in Falkenberg (Foto) und im ebenfalls in der Nachbarstadt Uebigau abgebrannten Netto-Einkaufsmarkt sehen sich heute, einen Tag nach den Feuern, die Ermittler der Kriminalpolizei ganz genau um und betreiben Ursachenforschung für das Entstehen der beiden Großbrände. Zuvor waren diese Arbeiten noch nicht möglich, denn auch am Donnerstagnachmittag bzw. -abend sind die Kameraden aus den beiden Städten wiederholt zu den Brandruinen ausgerückt, um erneut aufflammende Glutnester abzulöschen.

Danach gab es für die Feuerwehrleute aber endlich wieder einmal eine störungsfreie, weil einsatzfreie Nacht, berichtet der Falkenberger Stadtbrandmeister Sören Diecke. Keine Sirenen, die sie und die Bevölkerung aus dem Schlaf gerissen haben. Kein ängstliches Bangen, was denn nun schon wieder Opfer neuer Flammen werden könnte.

Nun sind die Polizei-Spezialisten vom Landeskriminalamt an den Brandstellen gefragt. Sie sind auf Spurensuche und gehen den Fragen nach, wo und wie diese Brände ausgebrochen sind. Sie sichern außerdem alle noch vorhandenden Spuren. Außerdem werden auch rundum der Unglücksorte Ermittlungen geführt, berichtet Polizei-Pressesprecherin Ines Filohn zum aktuellen Geschehen. Man stelle Zeugen fest, überprüfe Personenbewegungen. „Unsere Ermittler sind intensiv bei der Arbeit“, versichert Ines Filohn.

FOTO: Fotos: Jens Berger

Sie erneuert den bereits getätigten Aufruf: „Die Polizei bittet die Bevölkerung um Mithilfe. Wem in den Nachtstunden Personen in den Bereichen aufgefallen sind, ob zu Fuß, mit dem Fahrrad oder mit einem Kraftfahrzeug, wird gebeten, seine sachdienlichen Hinweise an die Polizei in Finsterwalde unter der Telefonnummer 03531 781 1227 oder an jeden anderen Polizisten zu richten. Nutzen Sie auch das Internet unter www.polizei.brandenburg.de/onlineservice/hinweis-geben.“

Explizit wird darauf aufmerksam gemacht, dass es sich nicht allein um Beobachtungen in der Nacht vom Mittwoch zum Donnerstag mit den beiden Supermarktbränden in Falkenberg und Uebigau handele, sondern auch um die Nächte zuvor. Denn die Polizei ermittelt schon seit Anfang der Woche im Hinblick auf die Brände entlang der Bahngleise zwischen Falkenberg und Schmerkendorf. Auch dort, wo zahlreiche Brandherde in unmitellbarer Nähe der Bahngleise zu bekämpfen waren, liegt der Verdacht der Brandstiftung nahe.

„Ich hoffe auf einen schnellen Ermittlungserfolg der Polizei“ — ist ein Satz, der von vielen Kameraden, Helfern und Stadtverantwortlichen in den zurückliegenden Stunden zu hören war.