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| 01:03 Uhr

Nach all der Plackerei hatten Landwirte sich den Abend verdient

Saathain.. Im Festsaal des Gutes Saathain erlebte der Bauernball des Kreisbauernverbandes Herzberg/Bad Liebenwerda am Samstagabend seine nunmehr zweite Auflage. Sylvia Kunze

Zwar waren, bestimmt wegen des langen Wochenende, nicht ganz so viele Gäste wie im Vorjahr der Einladung des Kreisverbandes gefolgt, aber alles in allem stand der Abend der Premiere vom Vorjahr in nichts nach.
Begonnen hatte der vergnügliche Start ins Wochenende mit einem Festgottesdienst in der Saathainer Fachwerkkirche. Pfarrer Andreas Bechler aus Falkenberg leitete diesen. Durch den landwirtschaftlichen Betrieb, den seine Frau in Schmerkendorf führt, weiß er bestens von den Sorgen und Nöten der Bauern.
Denn die hatten sich für 2005 eigentlich eine bessere, durchschnittliche Ernte erhofft. Die Zeichen dafür standen anfangs auch recht gut - bis dann das Wetter wieder einmal verrückt spielte. Nach einem Zwischenhoch folgten niedrige Temperaturen mit Gewitter, dann eine Hitzeperiode mit Gewitter, später kalte Temperaturen und weiterhin viel Regen und zum Schluss noch einmal tropische Hitze mit Gewittern und heftigen Sturmböen. Darunter litten die Ölsaaten- und die Getreideernte. Lagerbestände und vernässte Flächen verzögerten die Ernte neben dem schlechten Wetter immer wieder. Auch die Körner- und Strohqualität war überwiegend schlecht, schätzen die Landwirte ein. Vertraglich gebundene Körnerlieferungen wurden vielfach als Futtergetreide eingestuft. Das bedingte Einnahmeausfälle. Das Fazit: Die Getreideerträge 2005 liegen unter dem langjährig en Durchschnitt, der Rapsertrag etwas darüber.
Aber: Nach all der Plackerei hatten sich die Landwirte den Abend verdient. Bestens gestärkt von den Leckereien, die die Saathainer Gaststätte „Zur Linde“ aufgetischt hatte, vergnügten sie sich bis in den frühen Sonntagmorgen. Zu ihren Gästen zählte unter anderem auch Klaus Boucquier, stellvertretender Hauptgeschäftsführer des Landesbauernverbandes. Er sei gern zu diesem Abend in den Süden des Landes gekommen, war zu hören. Schließlich habe der kleine Kreisverband im großen Gefüge ein gewaltige Stimme - auch des hohen Organisationsgrades der hiesigen Landwirte wegen.