ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
| 19:08 Uhr

Denkmäler im Fokus
„Musikschulen öffnen Kirchen“ zum vierten Mal in Frauenhorst

Die jungen Künstler beim Abschlussfoto ihres vierten Gastspiels in der Frauenhorster Kirche.
Die jungen Künstler beim Abschlussfoto ihres vierten Gastspiels in der Frauenhorster Kirche. FOTO: LKEE / Holger Fränkel
Frauenhorst. Der Landkreis Elbe-Elster ist 2018 wieder mit vielen Konzerten bewusst in kleinen Kirchen unterwegs.

Die Frauenhorster Kirche gehört zu den seltenen, vollständig aus Raseneisenstein gebauten Kirchen, einer in der Region sehr seltenen Baumaterie. Viele bewerten die Kirche als eine echte regionale „Perle“. Sie ist zudem die einzige Dorfkirche im Pfarrbereich Herzberg, die den Dreißigjährigen Krieg überdauert hat. Die vom Friedhof umgebene Saalkirche stammt aus dem 14. Jahrhundert. Grund genug, Gesangstalente, „Jugend musiziert“-Preisträger, Solisten und Ensembles dort in einem Konzert spielen zu lassen, um die sehenswerte Dorfkirche zu erhalten beziehungsweise in Erinnerung zu bringen.

Dies gilt natürlich für alle Kirchen und auch 2018 waren für Musikbegeisterte die Termine der Reihe „Musikschulen öffnen Kirchen“ in Elbe-Elster eine gute Gelegenheit, Kulturdenkmäler zu entdecken und Ausflüge in die Natur zu unternehmen.

Nele Gräfe und Jonas Richter überzeugten mit ihren Trompeten.
Nele Gräfe und Jonas Richter überzeugten mit ihren Trompeten. FOTO: LKEE / Holger Fränkel

Die Konzertreihe „Musikschulen öffnen Kirchen“ im Musikjahr 2018 setzte vor wenigen Tagen in der Dorfkirche Frauenhorst bei Herzberg wieder Akzente. Bei dieser vierten Auflage haben 34 Musikschüler inklusive Trompetenensemble mitgewirkt. Die Moderatorin Cornelia Brünnich freute sich über die bis auf den letzten Platz gefüllte Kirche. Mit Nele Gräfe und Jonas Richter an der Trompete, den Geschwistern Paul, Simon und Pia Staab an den Blockflöten und den Mitgliedern des Trompetenensembles waren viele bekannte Gesichter auch in diesem Jahr dabei. Fabienne Schürer überzeugte am Klavier mit der Sonatine op. 41 von J. K. Vanhal ebenso wie später an der Orgel mit dem Allegro von Alexander Reinagle. Die Klavierspieler um Musikschullehrer Rainer Frieß mit Madina Stöck, Alexander Goedicke, Lilian Marie Thier, Lena Marie Wurl, Johann und Jonathan Richter sowie Celina Michelle Schmidt durften ihr Können vortragen. So konnten sich die Konzertbesucher in Frauenhorst wieder an hervorragenden Darbietungen an einem weiteren kulturhistorischen Ort mit besonderer Atmosphäre erfreuen. Unter der künstlerischen Leitung von Cornelia Brünnich näherten sich die Schüler musikalisch nicht nur der Klassik, sondern spielten auch internationale modernere Kompositionen an.

Jana Kvint, Josie Mäthe und Mira Petrich waren mit ihren Blockflöten gleich  mehrmals zu hören.
Jana Kvint, Josie Mäthe und Mira Petrich waren mit ihren Blockflöten gleich mehrmals zu hören. FOTO: LKEE / Holger Fränkel

Beim letzten Stück des Trompetenensembles von Thomas Brünnich mit dem Choral „Großer Gott wir loben dich“ waren die Gäste so angetan, dass sie alle drei Strophen mitsangen und kräftig Applaus spendeten.

Eine hochzufriedene Musikschullehrerin Cornelia Brünnich dankte am Ende allen Beteiligten. Sie lobte den Fleiß der Schüler ebenso wie die tolle Zusammenarbeit mit der Herzberger Kantorin Solveig Lichtenstein und der Kirchgemeinde Frauenhorst. Deren Mitglieder  ließen es sich wiederum nicht nehmen, im Anschluss Kaffee und Kuchen auszuschenken.

Musikfreunde waren aber auch eingeladen, neben musikalischer Vielfalt mit ihrer Spende einen wertvollen Beitrag zum Erhalt der Kirche zu leisten. Heike Bachmann als Vorsitzende des Gemeindekirchenrates Frauenhorst wusste von den langwierigen Restaurierungsarbeiten zu berichten. Die eingesammelten Spenden fließen in den dritten Bauabschnitt der Turmsanierung und dessen Anbindung an die Kirche. Abhängig ist dies von Fördermitteln und den notwendigen Eigenmitteln, wobei die Spenden helfen werden.

(pm/leh)