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Musikschule öffnet Kirche in Frauenhorst

Das Trompetenensemble mit Konrad Angelow, Annika Maria Röck, Lukas Klonneck, Danny Zöllner, Daniel Handschack, Simon Hesse, Conrad und Thomas Brünnich und Leonard Kiepisch eröffnete das letzte Konzert in der Reihe "Musikschulen öffnen Kirchen". Im Landkreis gab es 16 solcher Veranstaltungen.
Das Trompetenensemble mit Konrad Angelow, Annika Maria Röck, Lukas Klonneck, Danny Zöllner, Daniel Handschack, Simon Hesse, Conrad und Thomas Brünnich und Leonard Kiepisch eröffnete das letzte Konzert in der Reihe "Musikschulen öffnen Kirchen". Im Landkreis gab es 16 solcher Veranstaltungen. FOTO: Kreisverwaltung
Frauenhorst. Die Frauenhorster Kirche gehört zu den seltenen vollständig aus Raseneisenstein gebauten Kirchen, einer in der Region sehr seltenen Baumaterie. Viele bewerten die Kirche als eine echte regionale "Perle". red/SvD

Sie ist zudem die einzige Dorfkirche im Pfarrbereich Herzberg, die den 30-jähigen Krieg überdauert hat. Die vom Friedhof umgebene Saalkirche stammt aus dem 14. Jahrhundert. Grund genug, Gesangstalente, "Jugend musiziert"-Preisträger, Solisten und Ensembles hier in einem Konzert spielen zu lassen, um die sehenswerte Dorfkirche zu erhalten bzw. in Erinnerung zu bringen. Es war dies das letzte Konzert der diesjährigen Reihe "Musikschulen öffnen Kirchen" im Landkreis.

Gleich der erste musikalische Beitrag "Ein feste Burg ist unser Gott" von Martin Luther, gespielt vom neunköpfigen Trompe tenensemble, reihte sich ein in die Reformationsdekade, und Moderatorin Cornelia Brünnich wusste, dieser Einstieg ist genau richtig für das Lutherjahr 2017.

Das Konzert der Herzberger Kreismusikschüler beinhaltete dann auch einige Stücke, die zur Zeit Luthers entstanden sind bzw. Texte, die Luther selbst schrieb. Unter Leitung von Thomas Brünnich näherten sich die Schüler der Kreismusikschule musikalisch nicht nur der Reformationszeit, sondern spielten auch internationale Kompositionen an. Neben Renaissancemusik auf der Gitarre erklangen u.a. Pia und Luise Staab auf der Blockflöte, der "Blues in D" am Klavier von Celina Michelle Schmidt oder "Concerto op.34", vorgetragen von Amelie Gödicke auf der Violone.

Anschließend schenkte der Gemeindekirchenrat Kaffee und Kuchen aus. Musikfreunde waren aber auch eingeladen, mit ihrer Spende einen wertvollen Beitrag zum Erhalt der Kirche zu leisten. Auch das verbirgt sich in der Veranstaltungsreihe, denn mit dem gesammelten Geld wird zur Sanierung und dem Erhalt der Kirche sowie für künftige Restaurierungen gesammelt. Die Vorsitzende des Gemeindekirchenrates, Heike Bachmann, wusste auch, wozu die gespendeten Gelder eingesetzt werden. Sie sagte: "Von außen sieht man die Bauarbeiten kaum. Doch derzeit wird die komplette elektrische Anlage umgebaut bzw. erneuert. Alle alten Leitungen, die bisher über Putz waren, werden nun neu unter dem Putz verlegt. Auch die alten Holzfenster im oberen und unteren Kirchenschiff wurden ausgebaut und durch eine Finsterwalder Firma aufgearbeitet." Beides wurde durch den Kirchenbaureferenten Heiko Müller begleitet und war das Hauptanliegen der Kirchengemeinde für das laufende Jahr. Pläne für 2017 gibt es natürlich auch schon: Im dritten Bauabschnitt sollen die Turmsanierung und seine Anbindung an die Kirche begonnen werden, so Bachmann.