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| 17:38 Uhr

Am 5. Oktober
Museum mal vier am Aktionstag

Eine nächtliche Führung auf den Liebenwerdaer Lubwart bietet der Aktionstag „Museum mal vier“ – hier warten freche Turmgespenster und unterhaltsam erzählte Stadthistorie.
Eine nächtliche Führung auf den Liebenwerdaer Lubwart bietet der Aktionstag „Museum mal vier“ – hier warten freche Turmgespenster und unterhaltsam erzählte Stadthistorie. FOTO: A. Franke / Andreas Franke
Elbe-Elster. Ein buntes Veranstaltungspaket vom Theaterstück über eine Erlebnisführung bis zum historischen Vortrag wartet am 5. Oktober auf die Besucher der Landkreis-Museen.

Unter dem Titel „Museum mal vier“ bieten die vier Museen des Museumsverbunds Elbe-Elster am Freitag, 5. Oktober, ein abwechslungsreiches Veranstaltungspaket.

In Bad Liebenwerda geht es am Aktionstag hoch hinauf auf den Lubwartturm. Er gehört zu den imposantesten und ältesten Bauwerken Mitteldeutschlands und ist ein Wahrzeichen des Landesausbaus im frühen 13. Jahrhundert – der Zeit, in der unsere Dörfer und Städte gegründet wurden. Zwei Führungen vermitteln am 5. Oktober altersgerecht Heimat  ebenso wie die Baugeschichte des Turms. Kinderführung um 19 Uhr, Erwachsenenführung um 21 Uhr. Nur nach Voranmeldung unter Tel. 035341 12455 oder kreismuseumbadliebenwerda@lkee.de. Eintritt jeweils 5 Euro, ermäßigt 3 Euro.

Das Museum Schloss Doberlug beschäftigt sich mit Niederlausitzer Adelskultur. Es war in erster Linie der Adel, der die Niederlausitz bis in das 19. Jahrhundert hinein entscheidend prägte. Mächtige eigenständige Städte, wie etwa in der benachbarten Oberlausitz, fehlten, und auch die jeweiligen Landesherren besaßen keine dauerhafte Residenz im Land. So finden sich noch heute zahlreiche Hinterlassenschaften einer Adelskultur, die vom veritablen Schlossbau bis zum bescheidenen Altar oder Grabdenkmal in einer der vielen Dorfkirchen reichen. Mit seinem Vortrag gibt der Historiker Vinzenz Czech (Universität Potsdam) einen Überblick über die unterschiedlichen Facetten adliger Herrschaft und ihrer repräsentativen Ausgestaltung in der Niederlausitz. Neben Orten wie Branitz, Fürstlich Drehna oder auch Doberlug, die mit ihren markanten Schlössern und Gartenanlagen weithin bekannt sind, sollen daher auch mitunter kaum beachtete oder bereits verschwundene Zeugnisse Niederlausitzer Adelskultur vorgestellt werden. Vortragsbeginn ist um 19 Uhr. Eintritt 5 Euro, ermäßigt 4 Euro. Um Voranmeldung wird gebeten unter 035322 6888520 oder museum-schlossdoberlug@lkee.de.

Dem Wirken des Adels in der Niederlausitz geht der Historiker Vinzenz Czech nach und wird dabei sicher auch die Stadtgründung Doberlugs durch den Sachsen-Merseburger Herzog Christian I. thematisieren. Ein Modell der Stadt im frühen 18. Jahrhundert ist in der Dauerausstellung zu sehen.
Dem Wirken des Adels in der Niederlausitz geht der Historiker Vinzenz Czech nach und wird dabei sicher auch die Stadtgründung Doberlugs durch den Sachsen-Merseburger Herzog Christian I. thematisieren. Ein Modell der Stadt im frühen 18. Jahrhundert ist in der Dauerausstellung zu sehen. FOTO: A. Franke / Andreas Franke

Im Sänger- und Kaufmannsmuseum Finsterwalde erklärt der Schauspieler Peter Bause, wie man einen Rotwein richtig trinkt. Was hat man alles erlebt, wenn man jahrzehntelang Chorsänger am Landestheater Döbeln war? Dass die Schauspieler alle saufen, die Sänger nicht singen können, alle Regisseure Brecht persönlich kannten und dass am Theater geklaut wird, was das Zeug hält! Frühberentet könnte Hauptfigur Enrico Neumann sich ganz den Lebensbetrachtungen hingeben, wenn da nicht die Lebenslüge seiner Mutter wäre und eine unverhoffte Erbschaft in Amerika. Dieses Erbe treibt ihn im Nachtflug in die USA, in das amerikanische Leben und zurück nach Döbeln. Vieles erlebt, vieles betrachtet und über allem steht die Frage: Wie trinkt man einen Rotwein? Von und mit Peter Bause ist das Stück nach einer Idee von Peter Schneider am 5. Oktober ab 19 Uhr im Sänger- und Kaufmannsmuseum Finsterwalde zu Gast. Eintritt 10 Euro, ermäßigt 7 Euro. Um Voranmeldung wird gebeten unter Tel. 03531 30783 oder kreismuseumfinsterwalde@lkee.de.

Wie man richtig Rotwein trinkt ist im Sänger- und Kaufmannsmuseum Finsterwalde vom Schauspiel-Urgestein Peter Bause zu erfahren.
Wie man richtig Rotwein trinkt ist im Sänger- und Kaufmannsmuseum Finsterwalde vom Schauspiel-Urgestein Peter Bause zu erfahren. FOTO: Tom Peschel

Im Museum Mühlberg bittet Ausstellungskurator Dr. Lars-Arne Dannenberg zu einer Führung durch die aktuelle Sonderausstellung „Viele Wege führen nach Wittenberg. Kaiser Karl V. und sein Tross in Mühlberg und Mitteldeutschland 1546/47“. Im Sommer 1546 rüstete mit Kaiser Karl V. der mächtigste Herrscher seiner Zeit zum Kampf gegen die protestantischen Reichsfürsten um Kurfürst Johann Friedrich von Sachsen und Landgraf Philipp von Hessen. Die heute als Schmalkaldischer Krieg bekannte Auseinandersetzung war der erste Religionskrieg auf deutschem Boden. Die Schlacht am 24. April 1547 endete mit einer katastrophalen Niederlage des Schmalkaldischen Bundes und der Gefangennahme des sächsischen Kurfürsten. Karl V. verbrachte die folgenden Tage in der Nähe Mühlbergs, im Pfarrhaus in Schirmenitz links der Elbe, ehe sein Tross nach Wittenberg aufbrach. Mit einer Ausstellung folgt das Museum Mühlberg den Spuren Kaiser Karls V. in Mitteldeutschland in den Jahren 1546 und 1547 und geht den Intentionen der beteiligten Kriegsparteien nach. Älteste Stadt- und Ortsansichten komplettieren die Präsentation. Führungsbeginn um 17 Uhr. Eintritt 5 Euro, ermäßigt 4 Euro. Um Voranmeldung wird gebeten unter Tel. 035342 837002 oder museum-muehlberg1547@lkee.de.

Die Streitmacht Kaiser Karl V. zog im April 1547 nach Mühlberg – die Stationen dieses gewaltigen Trosses wird Dr. Lars-Arne Dannenberg in der aktuellen Sonderausstellung des Museums vorstellen.
Die Streitmacht Kaiser Karl V. zog im April 1547 nach Mühlberg – die Stationen dieses gewaltigen Trosses wird Dr. Lars-Arne Dannenberg in der aktuellen Sonderausstellung des Museums vorstellen. FOTO: A. Franke / Andreas Franke
(pm/blu)