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"Mullewapp", "LenaLove" und eine Defa-Rarität

Finsterwalde. Die Schulkino-Wochen gastieren auch in diesem Jahr wieder im "Weltspiegel" in Finsterwalde. An zwei Tagen – am 17.und 18. Januar – laden das Kino gemeinsam mit dem etablierten Landesprojekt "Film ernst" zu sechs Veranstaltungen ein. pm/leh

Ein vielfältiges Programm bietet Filme für alle Jahrgangsstufen. Vor einem Jahr zählte "Film ernst" in Finsterwalde 630 Besucher, was Platz fünf von 31 Kinos bedeutete.

Die Jüngsten werden diesmal ihren Spaß haben an der gewissermaßen saustarken "Mullewapp"-Schweinerei, dem ersten computeranimierten Spielfilm nach Helme Heines Bilderbuchklassikern. Wie die hürdenreiche Entwicklung einer deutsch-vietnamesischen Freundschaft letztlich Vorurteile überwindet und im wahrsten Sinne des Wortes zu Glückskeksen führt, zeigt "Ente gut - Mädchen allein zu Haus" (für 3. bis 6. Klasse). Alles gut wird am Ende - nach einigen Verwicklungen und Hindernissen - auch für die Helden in "Ab ans Meer" (4. bis 7. Klasse), einem witzigwendungsreichen tschechischen Spielfilm. Die Klein stadt-Welt und das Familienleben aus den Augen eines Elfjährigen, der schon weiß, was er mal werden und wem er nacheifern will: dem großen Regisseur Milo Forman, der für seine Meisterwerke Oscars gewann. "Das richtige Leben" kann auch in der Oberlausitz gelingen, doch wird es in diesem Film (8. bis 12. Klasse) ein arger Weg der Erkenntnis. In die Versuchung geführt, als grenzüberschreitender Drogenkurier schnelles Geld zu machen, ist der Gewinn nicht von Dauer, ganz im Gegenteil: Der junge Mann scheint zu verlieren, was ihm am wichtigsten ist: seine große Liebe. In einer dramatischen Cybermobbing-Geschichte wirft "LenaLove" (9. bis 12. Klasse) einen ernüchternden Blick auf die digitalen Schattenseiten, auf Potenzen und Risiken der virtuellen Welten.

Abgerundet wird das Programm durch eine Defa-Rarität, inszeniert vom eben für sein Lebenswerk geehrten Regisseur Herrmann Zschoche. "Philipp der Kleine" (2. bis 4. Klasse) beweist sehr sensibel, sehr poetisch: Auch ziemlich Kleine können ziemlich Großes schaffen!

Zwei Tage bietet das Finsterwalder Kino damit "ein opulentes Angebot, thematisch und künstlerisch ebenso vielfältig wie hochwertig", so "Filmernst". Es gebe unterhaltsame und spannende Filmgeschichten, aber auch solche, die Probleme Heranwachsender aufgreifen.

Eintritt: 3,50 Euro pro

Schüler. Für zwei Begleitpersonen pro Klasse kostenfrei. Anmeldung: Telefon 03378 209 162, anmeldung@filmernst.de