| 02:38 Uhr

"Möchte der Heimatstadt dienen"

Mario Lehmann.
Mario Lehmann. FOTO: privat
Was schätzen Sie an Ihrer Heimatstadt besonders? Mario Lehmann: Herzberg ist für mich eine Stadt im Grünen. In der Stadt zu wohnen und trotzdem so nah an der Natur zu sein, ist ein tolles Lebensgefühl.

Ganz besonders gefällt mir das familiäre Leben in meiner Heimatstadt. Da wird noch am Gartenzaun ein Pläuschchen mit dem Nachbarn gehalten. Die Menschen gehen freundlich und hilfsbereit aufeinander zu und leben nicht anonym nebeneinander her, wie man es vielleicht aus der Hektik der Großstadt kennt. Dieses Miteinander sollten wir uns bewahren, das ist für mich Zuhause!

Warum möchten Sie Herzbergs neuer Bürgermeister werden?
Mario Lehmann: Seit ich 2010 in meine Heimatstadt zurückgekehrt bin, engagiere ich mich ehrenamtlich in Vereinen und politisch zum Wohle von Herzberg und der Gemeinschaft. Für mich ist es wichtig, den Bürgern (wieder) eine Perspektive für die Zukunft zu geben und etwas zu bewegen. Das verantwortungsvolle Amt des Bürgermeisters bietet die Möglichkeit, die Zukunft mit den Bürgern und für die Bürger zu gestalten. Damit ist es für mich die konsequente Fortsetzung meines Handelns. Als erfahrene und studierte Führungskraft in der Bundesbehörde Bundeswehr habe ich ein breites Wissensspektrum in Verwaltungsangelegenheiten, bin sehr flexibel im Denken und Handeln, arbeite gern mit Menschen und bin in der Personalführung auf verschiedenen Ebenen ausgebildet. Getreu dem Motto der Bundeswehr "Wir dienen Deutschland" möchte ich als Bürgermeister meiner Heimatstadt und seinen Bürgern dienen.

Was sollte nach Ihrer Meinung in Herzberg anders werden als bisher?
Mario Lehmann: Herzberg hat viele aktive, kreative und helle Köpfe. In ihnen schlummert ein großes Entwicklungspotenzial für unsere zukünftige Entwicklung. Dieses bürgerschaftliche Engagement gilt es entsprechend zu fördern und zu unterstützen. Ganz wichtig ist aus meiner Sicht auch die Zusammenarbeit des Bürgermeisters mit den Volksvertretern in der Stadtverordnetenversammlung. Die war in den vergangenen Jahren oftmals ein großes Hemmnis für Herzbergs Entwicklung. Mit einem konstruktiven und lösungsorientierten Kommunikations- und Arbeitsklima können wir für die Herzberger Bürger endlich wieder etwas bewegen. Wenn alle an einem Strang ziehen, geht vieles einfacher. Mehr Bürgerbeteiligung ist ein weiteres wichtiges Thema. Das reicht von besserer Informationspolitik von Seiten der Stadtverwaltung über Bürgerbefragungen bis zur Möglichkeit, Ideen und Wünsche der Bürger in den städtischen Haushalt einzubringen. Ich wünsche mir, dass Kinder, Jugendliche und Senioren über entsprechende Beiräte ein Wörtchen in der Kommunalpolitik mitzureden haben und dadurch ihre Interessen besser vertreten werden. Dafür werde ich aktiv eintreten.

Worauf würden Sie als Bürgermeister in den kommenden Jahren den Schwerpunkt bei der Stadtentwicklung legen, auch im Falle einer Gebietsreform?
Mario Lehmann: Wichtig ist ein integriertes Stadtentwicklungskonzept, das die Siedlungsstruktur, Verkehr, Umwelt und soziale Belange im Zusammenhang betrachtet und unter Beteiligung der Stadtverordneten und Bürger erarbeitet wird. In den letzten Jahrzehnten haben wir mit der Innenstadtsanierung einen riesen Sprung nach vorn gemacht, das beweist mir auch das positive Feedback meiner Bürgerbefragung. Wichtig ist jetzt, dass wir zusätzlich die Lebensqualität und den Wohlfühlfaktor steigern. Dazu zählen vernünftige Straßen, behinderten- und altersgerechte Geh- und Radwege, die Belebung der Innenstadt, mehr Unterstützung für die Vereine, Freizeitmöglichkeiten für Kinder und Jugendliche, genügend Kita- und Hortplätze sowie das Projekt altersfreundliche Gemeinde des Landkreises. Im Falle einer Gebietsreform werde ich dafür kämpfen, dass Herzberg Kreisstadt bleibt. Sollte dies nicht gelingen, werde ich mich für einen finanziellen Ausgleich stark machen.

Was wünschen Sie sich von den Herzberger Bürgern?
Mario Lehmann: Ich wünsche mir, dass die Herzberger Bürger auf den neu gewählten Bürgermeister zugehen, ihn unterstützen und sich aktiv in die Gestaltung unserer Stadt einbringen. Wenn wir gemeinsam anpacken, können wir einiges bewegen. Das WIR zählt.