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| 02:38 Uhr

Mit Fördermitteln Pläne im Schliebener Land umgesetzt

Die Erneuerung der Fenster in der Schule in Hohenbucko ist umgesetzt. Andere Pläne im Schliebener Land für 2016 sind leider noch nicht Realität geworden.
Die Erneuerung der Fenster in der Schule in Hohenbucko ist umgesetzt. Andere Pläne im Schliebener Land für 2016 sind leider noch nicht Realität geworden. FOTO: kunze
Amt Schlieben. Die Stadt Schlieben und die Gemeinden Hohenbucko, Lebusa, Fichtwald und Kremitzaue hatten sich für 2016 viele Vorhaben auf die Fahnen geschrieben. Die RUNDSCHAU hat nachgeprüft, welche Realität geworden sind, und nachgefragt, welche Projekte aus welchem Grund noch in der Warteschleife hängen. Sylvia Kunze

Die Liste der 2016er-Projekte in der Stadt und den Gemeinden des Amtes Schlieben war lang und ehrgeizig. Von Anfang an war allen Verantwortlichen klar, dass sie sich nur umsetzen lassen wird, wenn die für jedes einzelne Vorhaben einkalkulierten Fördermittel ausgereicht werden. Insbesondere auf das Kommunalinvestitionsfördergesetz, aber auch auf andere Programme haben die Stadtverordneten aus Schlieben sowie die Gemeindevertreter aus Hohenbucko, Lebusa, Fichtwald und Kremitzaue dabei gebaut. Allein mit den vom Land zugewiesenen Mitteln hätten sie ihre in diesem Jahr geplanten Investitionen nicht finanzieren können. Allerdings sind nicht alle beantragten Fördermittel bislang schon geflossen.

Schlieben: Ein "Erledigt"-Vermerk haben der Neubau der Bushaltestelle und die Wendeschleife Schule (bereits übergeben und eingeweiht) sowie die energetische Sanierung Haus IV der Schule (in den letzten Zügen). Weiter in Wartestellung bleibt die Sanierung der Langen Straße. Schon seit Jahren bemühen sich die Schliebener, für diese eine finanzielle Lösung zu finden. Auch wenn die Straße nach der Wende einmal saniert wurde, befindet sie sich bereits wieder in einem arg schlimmen Zustand. "Wir müssen das Vorhaben weiterschieben", erläutert Amtsdirektor Andreas Polz. Ein Fördermittelantrag sei sehr wohl gestellt. Aber "weil aktuell eher nachhaltigere Maßnahmen gefördert werden", wie Kämmerin Cindy Wegner hinweist, sind die Schliebener weiter in der Warteposition. "Und die Stadt selbst hat nicht ausreichend Mittel, um das Vorhaben ohne Zuschüsse anzugehen", setzt Cindy Wegner nach.

Hohenbucko: Das Hauptprojekt, die Erneuerung der Fenster in der Schule, ist umgesetzt. Auch der Waldschutzwegebau ist erfolgt. Insofern steht Hohenbucko mit der Abarbeitung seiner Hauptaufgaben gut da.

Lebusa: Die geplante weitere Gewässerentwicklung am Körbaer Teich ist ins nächste Jahr geschoben worden, weil das alte Förderprogramm, über das man hoffte, Zuschüsse zu bekommen, ausgelaufen und das neue noch nicht richtig angelaufen ist. Auch die Wärmeversorgung Kita steht weiter nur auf dem Papier. Man habe noch einmal durchgerechnet und sei zu dem Entschluss gekommen, dass es unwirtschaftlich sei, die Kita wie geplant von der Biogasanlage mit Wärme zu versorgen. Stattdessen wolle man eine andere Lösung finden, berichtet der Amtsdirektor. Die eingeplanten Mittel wurden stattdessen in moderne Straßenbeleuchtung investiert, damit in den Folgejahren die Stromkosten gesenkt werden können.

Kremitzaue: Der Umbau und die energetische Sanierung des Gemeindehauses haben begonnen und werden im nächsten Jahr fortgesetzt. Der Neubau der Kremitzbrücke wird für die Sommerferien 2017 vorbereitet. "Die Fördermittel sind erst jetzt gekommen. Aber wir können nur in einer längeren Ferienzeit bauen, weil der Schülerverkehr auf die Brücke angewiesen ist", begründet Harald Kutscher, Leiter des Schliebener Bauamtes.

Fichtwald: Der Waldbrandschutzwegbau ist abgeschlossen. Der Teilersatzneubau Feuerwehr-Gerätehaus mit Dorfgemeinschaftsraum in Stechau und die energetische Sanierung der Fassade des Gemeindehauses in Hillmersdorf müssen ins neue Jahr geschoben werden. Besonders für das Stechauer Vorhaben sei es schwer, an Fördermittel zu gelangen, weil das Vorhaben von zwei verschiedenen Ministerien bezuschusst werden soll. Da sei der Abstimmungsbedarf enorm und dauere, so Andreas Polz.