Bereits gute Tradition beim Friedersdorfer Erntefestes ist der sportliche Auftakt am Freitag. Beim nun schon fast legendären Fußball-Ortsderby traten die Mannschaften Nord gegen Süd an. Wie nicht anders zu erwarten, konnten die Friedersdorfer den Sieg für sich verbuchen. Nach dem Fußball trafen sich Groß und Klein wieder auf dem Dorfplatz zum Fackel- und Lampionumzug.

Ob aus der Gemeinde oder der näheren Umgebung, zahlreiche Besucher und Gäste hatten am Samstag den Weg in den Ort zum Erntefest gefunden. Auch viele ehemalige Einwohner waren wieder mal zu Hause und nutzten die Gunst der Stunde, um Familie oder Bekannte zu treffen.

Vor der offiziellen Eröffnung traf man sich in der Friedersdorfer Kirche zum Festgottesdienst. Musikalisch umrahmt wurde dieser vom Kirchenchor und dem Kantoreichor aus Doberlug. Die Mitglieder des Altenkreises und des Frauenvereins hatten auch in diesem Jahr wieder die Erntekrone geflochten, die dann nach dem Gottesdienst mit der Kutsche zum Dorfplatz gefahren wurde. Dort angekommen, wurde das Fest vom Ortsvorsteher Gerold Schwuttge feierlich eröffnet. Danach zeigte die Grundschule Rückersdorf mit einem kleinen Programm ihr Können. Erster großer Höhepunkt war anschließend der Auftritt des Wehnsdorfer Heimatvereins. Mit verschiedenen musikalischen Tanzvorführungen und einem kleinen Theatersketch sorgten sie für Stimmung und gute Unterhaltung.

Um möglichst allen Besuchern ein abwechslungsreiches Programm zu bieten, hatten sich die Organisatoren viel Mühe gegeben und zahlreiche Programmpunkte vorbereitet. So war auch die älteste Gruppe der Kita "Häschengrube" aus Rückersdorf mit einer Darbietung vertreten. Die drei Jungs von der Jugendband aus Oppelhain hatten aktuelle und moderne Songs zu bieten. Der musikalische Wechsel danach mag zwar etwas heftiger anmuten - aber was gehört noch zu einem guten Dorf- und Erntefest? Natürlich zünftige Blasmusik. Mit den Heidemusikanten lagen die Organisatoren auch goldrichtig. Wer dann noch Lust und Laune verspürte, konnte anschließend beim Tanz in die Nacht noch auf dem Dorfplatz verweilen.

Während des gesamten Dorffestes waren zahlreiche regionale Marktstände präsent. Für das leibliche Wohl wurde mit Kaffee, selbst gebackenem Kuchen oder Plinsen und Gegrilltem bestens gesorgt. Für die Kinder gab es eine Hüpfburg und Fahrten mit dem Feuerwehr-Trabi. Auch bei der Forstbetriebsgemeinschaft Friedersdorf gab es wieder viel zu bestaunen und Erleben. Sie hatte historische Landtechnik ausgestellt. Passend dazu zeigte ein modernes mobiles Sägewerk, wie man direkt vor Ort Holzstämme verarbeiten kann. Wer sein Wissen bezüglich Baum- und Waldkunde unter Beweis stellen wollte, konnte das bei einem kleinen Ratespiel tun.