ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
| 16:27 Uhr

Aquaristik-Terraristik-Tage in Falkenberg
Messe ist schönstes Geburtstagsgeschenk

Freier Platz ist Mangelware. Das Haus des Gastes ist während der Aquaristik-Terraristik-Tage bis zur letzten Ecke, einschließlich aller Nebenräume, ausgenutzt. Dicht an dicht haben mehr als 60 Anbieter Platz gefunden. In den Gängen drängeln sich die vielen Besucher.
Freier Platz ist Mangelware. Das Haus des Gastes ist während der Aquaristik-Terraristik-Tage bis zur letzten Ecke, einschließlich aller Nebenräume, ausgenutzt. Dicht an dicht haben mehr als 60 Anbieter Platz gefunden. In den Gängen drängeln sich die vielen Besucher. FOTO: LR / Sylvia Kunze
Falkenberg. Die Falkenberger Jugendaquaristikgruppe kann ihr 20-jähriges Bestehen feiern. Hunderte Gäste sind dabei. Von Sylvia Kunze

Es ist das bekannte Gedränge der Vorjahre. Die 16. Aquaristik-Terraristik-Tage in Falkenberg sind der Besucher- aber auch Ausstellermagnet. Mehr als 60 Anbieter von Aquarien- und Terrarienzubehör haben diesmal im Haus des Gastes für das Messewochenende Platz gefunden. Sie alle gut unterzubringen, gleicht bei den inzwischen dem Ansturm kaum noch gewachsenen Räumlichkeiten immer mehr einem filigranen Puzzle. Kaum zu glauben, dass bei den Anfängen der Messe 2003 sogar noch so viel Platz ím Saal war, dass die Besucher mit einem Auftritt der Falkenberger Tanzmäuse unterhalten werden konnten.

Ein ganzes Paket solcher Rückblicke hielten Jens Helemann, Leiter der Falkenberger Jugendaquaristik-Arbeitsgemeinschaft und Börsenleiter, sowie sein Sohn Chris in Wort und Bild in einem Vortrag bereit. Schließlich feiert die AG, die aktuell um die 20 Kinder und Jugendliche zählt, in diesem Jahr ihr 20-jähriges Bestehen. Und ein schöneres Geburtstagsgeschenk als dieses Messewochenende hätte sie sich selbst nicht machen können.

Zum Start am Samstag hatte sich eine Menschenschlange vor dem Haus des Gastes gebildet, die bis zur Straße reichte. Bürgermeister Herold Quick hat ein Foto zur Erinnerung davon gemacht. „Wenn alle Veranstaltungen so gut besucht wären ...“, wagt er kurz zu träumen. Und kommt gleich wieder in der Realität an, als er von der Bühne aus seinen Blick über das prall gefüllt Haus schweifen lässt. „Wir müssen darüber reden, wie wir weiteren Platz schaffen können“, kündigt Quick, zugleich Vorsitzender des mitveranstaltenden Kultur- und Tourismusvereins der Stadt, an. Seine erste Idee, den Versorgungsbereich in einem Zelt, angrenzend an das Haus in Richtung Park, unterzubringen. „Wir müssen uns das anschauen und durchrechnen“, benennt er Hausaufgaben  nach dem Wochenende.

An diesem zählt man allein schon am Samstag um die 1000 Besucher. Am Sonntag ist der Besucherstrom nicht minder groß. „Bleibt bloß bei diesem Termin im Oktober. Besser geht es nicht“, rät Mike Briese, Vorsitzender des Verbandes Deutscher Aquarianer, Bezirk Berlin-Brandenburg. „Ein anderer Termin, als das erste Wochenende in den Herbstferien, würde bei uns auch gar nicht machbar sein“, sagt Jens Helemann. Die erste Ferienwoche wird zum Aufbau der Messe benötigt, einschließlich der Hilfe der AG-Mitglieder und einiger Eltern. Auch der Montag und Dienstag danach sind noch für den Abbau und das Aufräumen bei den Helfern reserviert.

Briese zollt solchem Engagement großen Respekt. Er weiß um die intensive Arbeit mit den Nachwuchs vor Ort, zu dem neben den regelmäßigen AG-Stunden montags und samstags viele Tagesausflüge, jährlich eine Mehrtagesfahrt und viele Teilnahmen an Wettbewerben hinzukommen.

Von solcher Jugendarbeit im Land kann der VDA-Vorsitzende nur träumen. Einerseits tummeln sich allein 98 Prozent aller im Verband organisierten Vereine in Berlin und im direkten Umland. In der Brandenburger Fläche werde es jedoch dünn und Zusammenarbeit lasse sich über die Distanz schwer realisieren. Andererseits liege das Alter der meisten Mitglieder über 70. Nachwuchs sei also mehr als herzlich willkommen und die Arbeit in Falkenberg gelobt: „Wenn man rechnet, dass die Kinder und Jugendlichen durchschnittlich 4 Jahre in der AG mitarbeiten, dann betreut Jens Helemann jetzt schon die fünfte Generation“, rechnet Biese vor.

Doch Nachwuchs müsse gar nicht zwingend im Kinder- und Jugendalter sein. Auch jüngere Erwachsene wären in den Vereinen gern gesehen. Dass Interesse an der Aquaristik und an der Terraristik bestehe, würden der Ansturm und letztlich auch das große Kaufinteresse der Besucher beweisen, sagt Mike Biese.

Die Tombola gehört von Anfang an zum Angebot der Messe - und wird bestens angenommen. Schließlich locken alljährlich echt tolle Preise.
Die Tombola gehört von Anfang an zum Angebot der Messe - und wird bestens angenommen. Schließlich locken alljährlich echt tolle Preise. FOTO: LR / Sylvia Kunze
Der Großteil der Besucher hat sich auf der Messe nicht nur umgeschaut, sondern auf dem Heimweg ein Mitbringel für das heimische Hobby im Gepäck.
Der Großteil der Besucher hat sich auf der Messe nicht nur umgeschaut, sondern auf dem Heimweg ein Mitbringel für das heimische Hobby im Gepäck. FOTO: LR / Sylvia Kunze