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| 02:39 Uhr

Melanchthon wäre wahrscheinlich mit diesem Schulhaus zufrieden

Großes Interesse herrschte an den neuen Fachräumen.
Großes Interesse herrschte an den neuen Fachräumen. FOTO: rmr1
Herzberg. Die Debatte über den innerstädtischen Umzug des Philipp Melanchthon Gymnasiums hat hohe Wellen geschlagen. Aber jetzt ist sie Geschichte. Rico Meißner/rmr1

Anfang Januar hat die Bildungseinrichtung ihre Arbeit aufgenommen und sich am Samstag der Öffentlichkeit präsentiert. Eingeladen waren interessierte Eltern und Schüler der 6. und 10. Klasse sowie interessierte Einwohner.

"Es ist neu, es ist modern", beschreibt Doris Reimann aus Uebigau spontan ihren Eindruck. Ihre Tochter Emma besucht die 7. Klasse. "Die Schüler müssen nicht mehr zwischen den Gebäuden wechseln, so bleibt ihnen mehr Zeit in den Pausen. Auch mit der Essenversorgung und der geplanten neuen Aula ändert sich viel zum Positiven."

Man hört durchweg versöhnliche Töne. Eltern, Schüler und Lehrer scheinen zufrieden. Ilka Schulze aus Gräfendorf, deren Sohn hier demnächst lernen soll: "Es ist heller, offener und es gibt eine gute Essenversorgung. Außerdem wäre es schade gewesen, wenn man die Räumlichkeiten nicht effizient hätte weiternutzen können."

Das Haus ist kurz nach Beginn gut gefüllt. Besucher werden durch den Chor und mit einem Kuchenbasar empfangen. In den Fachräumen herrscht reges Interesse. Die Schulleiterin Barbara Pietzonka ist eine viel gefragte Person. "Der Umzug war ein Kraftakt", formuliert sie. "Ohne die Hilfe aller Kollegen, der Hausmeister und der Mitarbeiter vom Gebäudemanagements wäre das Um-, Aus- und Einräumen gar nicht machbar gewesen. Am 6. Januar konnten wir offiziell den Schulbetrieb aufnehmen."

Auch die Vorteile des neuen Standorts benennt Barbara Pietzonka: "Hier haben wir alles auf einem Fleck. Wir haben ein großes Schulgebäude, eine Cafeteria, ausreichend Parkplätze, eine Turnhalle und beispielsweise die Musikschule gleich über die Straße", resümiert sie. Letzteres wird ab September wichtig. Sie wird dann eingebunden sein in die offenen Ganztagesangebote, die das Gymnasium einführen möchte. "Dazu wird es Kooperationen mit außerschulischen Partnern geben", so die Schulleiterin. Davon sei die Kreismusikschule ein sehr wichtiger. Zufrieden ist sie auch mit dem geplanten Baustart für die neue Aula in diesem Jahr.

Die Busanbindung hingegen ist noch verbesserungswürdig, meist aber funktioniere sie problemlos "vor der Haustür".

Auch die Schüler sind mit der neuen Einrichtung zufrieden. Ruben Kettner aus der 10. Klasse betreut unter anderem den Informatikraum und hat gerade einen potenziellen neuen Siebentklässler in ein Geografiequiz am Computer eingewiesen. Er sagt eindeutig: "Es gefällt mir hier besser als in dem alten Gebäude. Es gibt mehr Licht, gutes Essen in der Cafeteria und zur Turnhalle müssen wir nicht durch die halbe Stadt laufen."

Philipp Melanchthon hätte an dieser neuen Schule sicher auch seine Freude gehabt.