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| 02:42 Uhr

Melanchthon-Gymnasium wird vermutlich im Herbst umziehen

Doberlug-Kirchhain/Herzberg. Der Umzug des Philipp-Melanchthon-Gymnasiums in das jetzige Oberstufenzentrum, Anhalter Straße, wird für die Herbstferien anvisiert. Der OSZ-Schulbetrieb soll mit dem neuen Schuljahr in Elsterwerda beginnen. leh

Darüber hat Marlis Eilitz, Leiterin Amt für Jugend, Familie und Bildung in dieser Woche den Ausschuss für Bildung, Kultur und Soziales des Kreistags informiert.

Die Absprachen mit dem Gebäudemanagement seien soweit fortgeschritten, dass jetzt der Planer einsteigen könne, so Eilitz. Wegen der erforderlichen Barrierefreiheit erhofft sich der Landkreis noch Fördermittel für den Umbau. Ein entsprechender Antrag werde gestellt.

Aula-Bau in Sicht

Das OSZ ist angehalten, ab Februar nur noch im vorderen Teil des Komplexes zu unterrichten, damit im hinteren Teil der Einbau der Fachunterrichtsräume für das Gymnasium beginnen kann.

Parallel werde der Bau der Aula angeschoben, ergänzte Ciro Scherff, Leiter Gebäudemanagement. Dazu kündigte er einen Teilnahmewettbewerb für Architektenbüros an. Forderung vom Landkreis wird sein, dass die künftige Aula nach Möglichkeit in die vorhandene Bausubstanz eingebunden wird. "Bis Ende Juni wollen wir Ergebnisse vorliegen haben, um bei der Sanierung im OSZ möglicherweise schon darauf Rücksicht zu nehmen", erklärte Scherff. Der eigentliche Ausbau der Aula erfolge dann bis 2018.

"Die Aufgabenstellung für den Umzug des OSZ nach Elsterwerda wird momentan geschrieben. Wir sind einer Lösung sehr nahe", beschrieb Eilitz den Arbeitsstand. Hierfür hofft sie auf eine 50-prozentige Förderung, weil es sich um eine Strukturbereinigung handele.

Schule hat Mitspracherecht

Einstimmig votierten die Ausschussmitglieder dafür, Werkstatteinrichtungen von der Abteilung 5 des OSZ Elbe-Elster, die am Standort Elsterwerda nicht mehr benötigt werden und auch nicht veräußert werden können, den polnischen Partnerkreisen kostenfrei - bei Selbstabholung - zur dortigen Berufsausbildung anzubieten. Aber, so Marlis Eilitz, zuvor werde der Verkauf geprüft. Infrage kämen zum Beispiel Flüchtlingseinrichtungen, die Niederlausitzer Kreishandwerkerschaft oder Vereine.

Daniel Mende (LUN/BVB/BfF/Hz-Fraktion) erkundigte sich, ob die räumlichen Vorstellungen vom Gymnasium Berücksichtigung gefunden haben. "Das dürfte erfüllt sein", so Marlis Eilitz. Sie versicherte: "Die Schulleitung hat bei jeder Bauberatung ein Mitspracherecht bei der Ausstattung."

Der Ausschussvorsitzende Gerd Rothaug (CDU) bat die Verwaltung, in jeder weiteren Ausschuss-Sitzung bis zum Umzug des Herzberger Gymnasiums über den jeweils aktuellen Stand zu informieren.