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Meilensteine aus drei Jahrzehnten

Mit dem Baubeginn der Hilfsschule im Jahr 1974 wurde für alle Kinder und Jugendlichen mit Lernschwierigkeiten eine Bildungseinrichtung geschaffen, die bereits ein Jahr später ganz offiziell übergeben werden konnte. Aus der Chronik notiert vonJulia Powalla


Im April 1977 wurde die Hilfsschule nach dem russischen Pädagogen Makarenko (1888 - 1939) benannt. Voller Stolz präsentierten Schüler und Lehrer damals eine eigens zu Ehren von Makarenko eingerichtete Traditionsecke.
Insgesamt 361 unbezahlte Stunden arbeiteten Schüler und Lehrer im Sommer 1982, um bis zum Schulbeginn alle Klassenräume fertig renoviert zu haben und die Außenanlagen hübsch herzurichten.
Von Anfang an pflegt die Hilfsschule viele Traditionen. Seit 1990 kommen nun schon Kinder aus Tschernobyl nach Herzberg und werden von der Schule liebevoll als Gäste begrüßt und aufgenommen.
Auch seit 1990 und somit zum 15. Mal fand in diesem Jahr der Herbststaffellauf statt, der jedesmal mit großer Begeisterung und Engagement durchgeführt wurde.
Die Herzberger Förderschule ist auch überregional bekannt. Für ihre herausragenden Leistungen bei der Förderung des Schulsports erhielt sie im Januar 1999 eine Auszeichnung vom Ministerium für Bildung, Jugend und Sport des Landes Brandenburg.
Zu Bundespräsident Rau nach Berlin fuhren im Januar 2000 einige Schüler und Lehrer der Förderschule. Grund war die erfolgreiche Bearbeitung eines Projektthemas im Schuljahr 1098/99. Johannes Rau, Schirmherr des damaligen Förderwettbewerbs, würdigte das Interesse und sah sich alle Projekte genau an.
Am 17. Juli 2000 wurde der Neubau des Gebäudes eingeweiht, in dem jetzt die Allgemeine und die Förderschule für Geistig Behinderte unter einem Dach agieren. Bildungsminister Reiche kam aus Potsdam. Gemeinsam mit Landrat Walter Kroker würdigte er den Neubau als eine bedeutende Investition für die Region. 7,8 Millionen Mark flossen in das Schulgebäude in der Grochwitzer Straße, wobei fünf Millionen Mark aus dem Kreisetat, die restliche Summe aus Landesfördertöpfen finanziert wurde.
Nach den Sommerferien im Jahr 2000 war es endlich soweit: Die Allgemeine Förderschule bekommt einen Namen und heißt „Christian Gotthilf Salzmann“ . Er war einer der wichtigsten deutschen Pädagogen und Volksaufklärer seiner Zeit (1744 - 1811).
Eine weitere Tradition an der Schule ist der Nikolauswettbewerb. Seit 1994 wird er mit spannenden Spielen und Quizrunden durchgeführt. Als Preise fürs Mitmachen gibt es natürlich vorweihnachtliche Gaben. 1994 kam zu diesem Ereignis der frühere DDR-Fernsehmoderator Gerhard Adolph, besser bekannt als Adi, und war mitten unter den Kindern und Jugendlichen.
Einen seit 1995 gehegten Traum erfüllte sich die Förderschule im Herbst 2003. Gemeinsam mit dem Zirkus „Rolandos“ arbeiteten Schüler und Lehrer vor und hinter den Kulissen und führten am 22. November ein zauberhaftes Programm auf. Auf vielfachen Wunsch wird diese Aktion zum 30-jährigen Jubiläum am Wochenende mit einer neuen Show wiederholt.
Im Februar diesen Jahres besuchte Bildungsminister Holger Rupprecht die Förderschule und lobte deren hervorragende Entwicklung.
Schon seit sechs Jahren treffen sich Schüler der Allgemeinen Förderschule und die der Förderschule für geistig und schwerstbehinderte Kinder zum Frühjahrscrosslauf im Grochwitzer Park.
30 Jahre Allgemeine Förderschule - darüber gibt es mittlerweile zwei dicke Ordner Chronik. Dank Dagmar Opitz, der Mutter einer Schülerin, können alle Interessierten darin jeden wichtigen Schritt der Schule von Anfang an nachverfolgen, darunter auch die Partnerschaft zur Schule in Höxter.