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| 13:22 Uhr

Elbe-Elster
Mehr Zeit für den Nachwuchs

Elbe-Elster. In Elbe-Elster nehmen immer mehr junge Mütter und Väter Elternzeit in Anspruch. Von Birgit Rudow

Werden Kinder geboren, möchten sich viele Eltern eine berufliche Auszeit nehmen. Das Bundeselterngeldgesetz regelt, dass Mütter und auch Väter für eine bestimmte Zeit Elterngeld erhalten können, um sich ganz auf ihren Nachwuchs zu konzentrieren. Im Landkreis Elbe-Elster steigt die Zahl der Anträge auf Elterngeld immer weiter an, informierte Brigitte Rehbein, Leiterin des Sachgebietes „Bürgerservice“ beim Sozialamt der Kreisverwaltung, im Sozialausschuss des Kreistages in der vergangenen Woche.

2015 waren es 973 Antragsteller, 2016 sind 1077 Anträge gestellt worden und im vergangenen Jahr 1093. In den ersten drei Quartalen dieses Jahres waren es bereits 906 Anträge auf Elternzeit. Die Mehrheit der Anträge wird von Müttern gestellt. Von den 973 Anträgen 2015 waren es 653. Doch auch die Zahl der Väter, die die Elternzeit nutzen möchten, ist im Elbe-Elster-Kreis nicht unerheblich. 2015 waren es 320. Im Jahr 2016 liegt das Verhältnis bei 696 (Frauen) zu 381, 2017 bei 706 zu 387. In diesem Jahr waren es bis zum 30. September 556 Frauen und 350 Männer, die sich für Elternzeit und somit für den Bezug von Elterngeld entschieden haben. Zwar sei die Möglichkeit der Elternzeit auch für Väter gesetzlich verbrieft, allerdings käme es auch im Elbe-Elster-Kreis vor, dass Arbeitgeber dies vor allem in kleineren Betrieben nicht tolerieren würden, so Brigitte Rehbein.

Das Elterngeld wird aus Bundesmitteln finanziert. 2017 waren es laut Kreis in Deutschland etwa 5,6 Milliarden Euro. Wie viel davon die Eltern in Elbe-Elster in Anspruch genommen haben, darüber liegen keine entsprechenden Zahlen  vor.

Im Landkreis  Elbe-Elster ist der Bürgerservice des Sozialamtes in der Grochwitzer Straße 20 in Herzberg Ansprechpartner für alle Bürger in Sachen Elterngeld und Elternzeit. Zu jedem Bescheid über die Gewährung erhalten die jungen Eltern ein Buch vom Netzwerk für gesunde Kinder unter dem Titel „Die ersten Jahre von der Geburt bis zur Einschulung“, in dem sie Tipps und Ratschläge zu Einrichtungen des Netzwerkes erhalten und selbst wichtige Ereignisse festhalten können.