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| 15:40 Uhr

Nach harten Tarifverhandlungen
Mehr Geld und Zuschläge für Angestellte des Elbe-Elster-Klinikums

Elbe-Elster. Nicht ärztliche Beschäftigte erhalten acht Prozent mehr Lohn.

Am 1. März wurde für die rund 730 nicht ärztlichen Beschäftigten des Elbe-Elster-Klinikums nach „harten und konstruktiven Tarifverhandlungen“ eine Einigung erzielt, teilt Klinikumsprecherin Dunja Petermann mit. Demnach erhalten die Mitarbeiter in diesem und nächstem Jahr eine achtprozentige lineare Gehaltserhöhung. Ab Januar 2019 gibt es rückwirkend 4,5 Prozent mehr Lohn und ab Januar 2020 noch einmal 3,5 Prozent.

Des Weiteren wurde eine Erhöhung des Zuschlags für die Nachtarbeit sowie die Einführung eines Nachtzuschlages für den Bereitschaftsdienst beschlossen. Außerdem erhalten Pflegefachkräfte der Entgeltgruppe KR 9a mit einer Fachweiterbildung in den Bereichen ITS, OP, Anästhesie, Psychiatrie und neu in der Notaufnahme eine Entgelterhöhung vor der Tariferhöhung. Weiterhin wird in dieser Entgeltgruppe eine Stufe 6 eingeführt. Für bestimmte Berufsgruppen wie beispielsweise Hebammen im Kreißsaal, Gesundheits- und Krankenpfleger in der Notaufnahme, Operationstechnische Assistenten sowie Medizinisch-technische Radiologieassistenten erfolgt außerdem zum 1. Januar 2019 eine Verbesserung der Eingruppierung.

Von dem neuen Tarifvertrag profitieren auch die Auszubildenden. Sie erhalten eine zweistufige Erhöhung zum 1. Januar 2019 und zum 1. Januar 2020. So erhält ein Auszubildender in der Pflege und als Operationstechnischer Assistent im Jahr 2020 im ersten Lehrjahr 1035 Euro und im dritten Lehrjahr 1230 Euro. Im Tarifvertrag für die Azubis ist zudem geregelt, dass Azubis nach erfolgreich bestandener Abschlussprüfung bei betrieblichem Bedarf sofort in ein unbefristetes Vollzeitarbeitsverhältnis übernommen werden.

Die Tarifeinigung steht noch unter dem Vorbehalt der Zustimmung des Klinikum-Aufsichtsrates und des Bundesvorstandes der Gewerkschaft verdi. Der neue Tarifvertrag hat eine Laufzeit bis zum 31. Dezember 2020.

(pm/blu)