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Mehr als 60 Projekte eingereicht

Der Eingangsbereich am Technischen Denkmal Brikettfabrik Louise Domsdorf benötigt dringend eine optische Aufwertung.
Der Eingangsbereich am Technischen Denkmal Brikettfabrik Louise Domsdorf benötigt dringend eine optische Aufwertung. FOTO: Stadt
Elbe-Elster-Kreis. Am Mittwoch war Bewerbungsschluss in der "Es wächst was!"-Aktion der produzierenden Gärtnereien und Baumschulen im Landkreis Elbe-Elster, der Sparkassenstiftung "Zukunft Elbe-Elster-Land" und der LAUSITZER RUNDSCHAU. Exakt 41 Bewerbungen wurden eingereicht, in denen etwa 60 Projekte beschrieben werden. Frank Claus

Sicher ist: Elbe-Elster wird noch freundlicher und grüner! Jetzt sichtet die Jury die eingegangenen Unterlagen, in der nächsten Woche fällt die Entscheidung darüber, welche Projekte auf Unterstützung rechnen können. Die Sparkassenstiftung hat 25 000 Euro bewilligt, um dieses Projekt so richtig "anzugießen". Das sind die letzten, der noch fristgerecht eingegangenen Bewerbungen:

Rabatten an der Brikettfabrik Louise Domsdorf. Der Pflanzstreifen am Eingangsbereich ist etwa 30 Meter lang, einen Meter breit und wurde wahrscheinlich Mitte der neunziger Jahre während der Bergbausanierung angelegt, berichtet Museumsleiterin Mechthild Passek. Über die Jahre nahmen die Kletterpflanzen überhand, teilweise wurden auch Pflanzen einfach ausgegraben und die noch vorhandenen sind stark verwurzelt - eine Neugestaltung ist dringend erforderlich.

Die Rabatte am Parkplatz ist 21 Meter lang und zwei Meter breit. Diese wurde bei der Neugestaltung des Parkplatzes 2004 angelegt. Die Idee, diese mit kohlebildenden Pflanzen zu bestücken, ist nur teilweise geglückt. So konnte ein Mammutbaum auf das Rasenstück gepflanzt werden, der nun gut gedeiht. Die Berberitzensträucher (ebenfalls Pflanzen, die zur Tertiärzeit bereits wuchsen) sind zwar robust, wirken aber etwas verloren auf den Pflanzstreifen.

Neugestaltung ehemaliges Schulgelände Fichtenberg.Constanze Lau-Lehmann vom Ortsbeirat hat im Bewerbungsschreiben über bereits realisierte Arbeiten berichtet und einen exakten Gestaltungsplan für weitere Flächen vorgelegt. Benötigt werden vor allem Schattenspender, im konkreten Fall geht es um Ahornbäume, einen Zwergfliederstrauch und einen Liebesbaum. "Wir würden uns freuen, wenn wir eine Unterstützung der Bepflanzung, wenn auch nur für einzelne Pflanzen, durch die ,Hier wächst was!'-Aktion erhalten", schreibt sie.

Kreuzungsbereich Fichtenberg an der Landesgrenze zu Sachsen. Die Kreuzung an der Landesstraße 67 wird neu gestaltet. An dieser Stelle fehlt ein Blickfang des Landkreises Elbe-Elster, wenn Gäste aus dem benachbarten Sachsen Brandenburger Territorium erreichen. Der Blumenkasten sieht sehr spartanisch aus. Vorgeschlagen wird, eine winterharte Bepflanzung, zum Beispiel mit Zwergflieder, vorzunehmen.

Arboretum Grundschule Nord Finsterwalde.Der Sinnespfad in der Grundschule, in der 250 Schüler lernen, soll weiter begrünt und mit einer Naschecke erweitert werden. Der Pfad wird im Unterricht und in Arbeitsgemeinschaften genutzt. Die dauerhafte Pflege würde die Schule übernehmen.

Gestaltung Freifläche Berliner Straße 24 in Finsterwalde.Der Kreuzungsbereich, zu dem auch die genannte Freifläche gehört, kann als ein Eingangstor in die Stadt Finsterwalde bezeichnet werden. Geplant ist die Anschaffung von drei robusten Pyra-Pflanzpyramiden, die eine Wechselbepflanzung gestatten. Die Begrünung hätte sowohl Wirkung auf Einfahrende, die mit dem Zug oder mit dem Auto anreisen als auch auf das Einkaufspublikum in der Berliner Straße, heißt es in der Bewerbung. Die Pflege übernimmt der Wirtschaftshof der Stadt.

Eingangsbereich am Schloss Finsterwalde.Nach der Komplettsanierung wird das Schloss Finsterwalde nach Ansicht der Stadtverwaltung ein wichtiger touristischer Anziehungspunkt sein. Es geht um die Aufwertung des gesamten architektonischen Ensembles zwischen Schloßstraße und Geschwister-Scholl-Straße. Als Sitz der Verwaltung mit Bürgerservice wird das Schloss auch von Einheimischen stark frequentiert. Dort sollen zwei Pyra-Pflanzpyramiden genutzt werden, die langlebig sind und mit Wechselbepflanzung versehen werden können.

Eingangsbereich Park und Kahnanlegestelle Kleiner Spreewald Wahrenbrück.Der Bürgermeister der Stadt Uebigau-Wahrenbrück, Andreas Claus, schreibt: Da unsere finanziellen Mittel als Flächenkommune mit 21 Ortsteilen sehr begrenzt sind und kaum zur Erfüllung der pflichtigen Aufgaben ausreichen, bemühen wir uns seit vielen Jahren mit vielen kleinen Schritten und der Hilfe vieler ehrenamtlich tätiger Bürger und Vereine, die Attraktivität des Ausflugsziels zu verbessern. Man kann also sagen: "Hier wächst etwas!"

Beabsichtigt ist, am Eingang des Parks in Wahrenbrück die in die Jahre gekommenen zwei Blumenschalen aus Beton durch zwei attraktiv blühende Blumenpyramiden zu ersetzen sowie zehn Laternenmasten im Umfeld mit Blumenampeln zu bestücken. Gepflegt werden die Pyramiden zuvorderst durch aktive Bürgerinnen und Bürger des Heimatvereins Wahrenbrück, den Kahn- & Kanubetrieb Karsten Jurischka sowie Mitarbeiter städtischer Einrichtungen, die sich in dem lockeren Verbund der Interessengemeinschaft Kleiner Spreewald Wahrenbrück zusammengefunden haben. Die Nachhaltigkeit solcher Förderprojekte ist für uns selbstverständlich, deshalb garantieren wir im Verbund die Pflege über die nächsten fünf Jahre hinaus.