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Megaparty im Botanischen Garten in Herzberg

Viele Gäste waren vor allem wegen der Gruppe "Milliarden" in den Botanischen Garten gekommen, die noch kurz vor Mitternacht rockte. Die Fans wurden nicht enttäuscht.
Viele Gäste waren vor allem wegen der Gruppe "Milliarden" in den Botanischen Garten gekommen, die noch kurz vor Mitternacht rockte. Die Fans wurden nicht enttäuscht. FOTO: Dieter Müller/dmu1
Herzberg. Der Pfingstrock im Botanischen Garten in Herzberg am Sonntagabend hat alle Erwartungen übertroffen. "Wir waren ausverkauft. Birgit Rudow

So viele Leute sind noch nie gekommen", freut sich Cheforganisator Daniel Tietze. Auch sein Mitstreiter Reinhard Straach war noch am Montagmittag voll begeistert. "Es war die sechste Veranstaltung, und mittlerweile hat sich der Pfingstrock in Herzberg zu einem großen Event etabliert", freut sich der Musikfreak, der als Stadtgärtner auch "Herr" über den Botanischen Garten ist.

Dass die Veranstaltung in den vergangenen Jahren solche Fahrt aufgenommen hat, liegt auch daran, dass die Macher Kenner ihrer Szene sind. Sie holen jedes Mal Bands nach Herzberg, die den Nerv des Publikums - zumeist mittleren Alters - treffen. Begonnen haben am Sonntagabend Jan Plewka & Marco Schmedtje. Da kam zur Einstimmung gleich viel Akustik rüber. Die noch nachträglich ins Programm genommene englische Indie-Rock-Band "Fronteers" hat das Publikum mitgerissen. Es ist sofort eingestiegen. Die noch sehr jungen Sänger, die auf der Insel längst kein Geheimtipp mehr sind, entfachten auch bei ihrem ersten Auftritt in Deutschland eine große Begeisterung. Hauptact des Abends war dann die Gruppe "Milliarden", die direkt von "Rock am Ring" aus der Eifel nach Herzberg angereist war. "Die Jungs waren einfach fantastisch. Deutscher Punk-Rock vom Feinsten. Das Publikum hat getanzt und getobt. Es gibt viele Fans von ‚Milliarden' in Deutschland. Einige sind auch nach Herzberg angereist. Sogar aus Flensburg und Potsdam", sagt Reinhard Straach.

Überhaupt hatte der Pfingstrock in diesem Jahr wieder Besucher aus der gesamten Republik. Vor allem Leute, die in Herzberg ihre Wurzeln haben und jetzt woanders wohnen, haben sich diese Veranstaltung vorgemerkt und sind aus Berlin, Dresden, Stuttgart oder gar Wien in die alte Heimat gekommen. Pfingsten muss Herzberg Kult sein. Das ist das Motto, das sich die Veranstalter auf die Fahne geschrieben haben, und sie erreichen ihr Ziel von Jahr zu Jahr mehr.

Auch organisatorisch lief am Sonntag im Botanischen Garten (fast) alles glatt. Zahlreiche Helfer haben dafür gesorgt, dass das Gelände gut vorbereitet und Montag auch wieder in Ordnung gebracht wurde. "Die Besucher sind sehr diszipliniert. Da hatten wir keine Probleme", so Straach. Die Versorgung hatte wieder der Gewerbeverein übernommen, und das Bier hat gerade so gereicht. "Wir möchten allen Helfern herzlich danken", sagt Daniel Tietze. Natürlich wird es auch im kommenden Jahr einen Pfingstrock geben. Dann werde man auch das Toilettenproblem besser im Griff haben, verspricht er. "Wir freuen uns auf 2018 und sind schon jetzt gespannt, was uns dazu einfallen wird. Es wird schwer, den diesjährigen Pfingstrock noch zu toppen, aber das sagen wir jedes Jahr", so Daniel Tietze.