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| 12:49 Uhr

Baugeschehen
Masterplan für die Wahrenbrücker Schule

Uebigau-Wahrenbrück. Abgeordnete haben sich zu einem Gesamtkonzept für die weiteren nötigen Sanierungen verständigt. Von Sylvia Kunze

Die Abgeordneten der Stadt Uebigau-Wahrenbrück haben sich auf ein Sanierungskonzept für die Grundschule in Wahrenbrück verständigt. Das sieht einen Kostenrahmen von 2,6 Millionen Euro vor.

Der Sachverhalt: Das Schulgebäude ist im Jahr 1985 gebaut worden. Die Sanitäranlagen stammen noch aus dieser Zeit und sind dringend sanierungsbedürftig. Die Stadt Uebigau-Wahrenbrück hat einen Fördermittelantrag gestellt. Das Landesamt für Bauen und Verkehr als Fördermittelgeber besteht aber vorab auf einem Gesamtsanierungskonzept für die Grundschule. Dieses Konzept ist nun mit dem Bauplanungsbüro Günzel aus Mühlberg erarbeitet worden. Die Abgeordneten haben ihm mehrheitlich zugestimmt.

Das ist geplant: Erforderliche Sanierungsmaßnahmen sind neben den bereits erwähnten Sanitäranlagen generelle Instandsetzungsarbeiten, Dachreparaturen, Fenstererneuerungen, Fassadenanstrich, Außenanlagen und die Erneuerung der Elektroinstallation. Veranschlagt sind dafür aktuell sechs Bauabschnitte mit einer derzeitigen Gesamtkostenschätzung von 2,6 Millionen Euro. Jedes einzelne Vorhaben ist aber noch, so es dann umgesetzt werden soll, per gesondertem Beschluss von den Abgeordneten abzusegnen.

Was schon gemacht wurde: In den zurückliegenden Monaten wurde der zweite Fluchtweg über eine Rettungstreppe gesichert, ist ein rauchdichtes Treppenhaus hergestellt worden, sind malermäßige Instandsetzungen vorgenommen worden, entstand über das Projekt Telepräsenzlernen ein Medienraum, sind erste Arbeiten in der Turnhalle ausgeführt worden (Fenster Eingangsbereich, Hallenboden, Flachdach Sanitär‑trakt) und wurde in der Grundschule einiges erneuert (Westseite Fenster, LED-Beleuchtung im Hort, Fenster Rückseite und Verbinder, Rollos) - die Masse mithilfe von Zuschüssen, mehrfach sogar zu 100 Prozent.

Die geführte Diskussion: Während sich die zustimmenden Abgeordneten einig waren, dass man die Attraktivität der Stadt mit dem Grundschulstandort insbesondere für Familien mit Kindern nur aufwerten könne und die Sanierungsabsichten deshalb nur folgerichtig seien, regte sich hauptsächlich aus Richtung Uebigau Widerstand. Dirk Golda hatte als Einwohner der Stadt in der der Beschlussfassung vorausgehenden Fragestunde klar formuliert: „Ich komme mir veralbert vor. Noch vor einem Jahr (als es darum ging, welche Grundschule im Stadtgebiet Bestand haben wird/Anm.d.Red.), wurde uns die Wahrenbrücker Grundschule als top präsentiert. Und nun ist so eine hohe Summe nötig, um sie zu sanieren?! Das ist mir unbegreiflich.“ Abgeordneter Thomas Lehmann will sich erinnern: „Damals waren 500 000 bis 600 000 Euro für die Grundschule im Gespräch.“

Bürgermeister Andreas Claus entgegnete, dass es richtig sei, dass man bereits für Fördermittelanträge über den Ausgleichsfonds im Jahr 2012 mit Zahlen hantiert habe - „4,5 Millionen Euro an beiden Schulstandorten“. Und er führte aus, dass man schon damals immer deutlich formuliert habe, dass im Zuge einer Nutzung eines der beiden Schulstandorte als zukünftige gemeinsame Schule auch in Uebigau noch einmal eine stattliche Summe zu investieren gewesen wäre. Ein Einwand, den Thomas Lehmann nicht gelten lassen wollte: „Die (durch die Ertüchtigung) Oberschule (entstehenden Kosten/Anm.d.Red.) war doch nur eine Alibidiskussion.“

Claus setzte nach: „Um den Sanierungsbedarf in der Wahrenbrücker Grundschule ist nie ein Geheimnis gemacht worden“ und begründete die jetzige hohe Kalkulation mit 2,6 Millionen Euro mit massiven Baupreissteigerungen in den zurückliegenden Monaten.