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| 02:34 Uhr

Martin Luther ist allgegenwärtig

Die Bronzestatue des Theologen und Reformators Martin Luther in Hannover.
Die Bronzestatue des Theologen und Reformators Martin Luther in Hannover. FOTO: dpa
Herzberg. Das Jubiläumsjahr "Luther 2017" hat begonnen, und das wird auch im Elbe-Elster-Kreis deutlich zu spüren sein. Etwa 70 Projekte stehen derzeit im Veranstaltungskalender – von großen Sonderausstellungen bis zu Konzerten in kleinen Kirchen. Birgit Rudow

Bei etwa 30 Projekten unter dem großen Titel "Reformationsjubiläum" ist der Landkreis Elbe-Elster selbst der Veranstalter. "Neben der Dauerausstellung zur Reformationsgeschichte mit dem Schwerpunkt Schlacht bei Mühlberg 1547 im Museum Mühlberg gibt es in jedem Museum des Kreises eine Sonderausstellung", sagt der Leiter des kreislichen Kulturamtes Andreas Pöschl.

So wird im Mitteldeutschen Marionettentheater Bad Liebenwerda am 13. April die Sonderausstellung "Reformation begreifen - das Elbe-Elster-Land im 16. Jahrhundert" eröffnet. "Zwischen Pfarrhaus und Ratssaal - die Reformation im Amt Mühlberg" lautet der Titel der Sonderausstellung im Mühlberger Museum. Sie startet am 22. April. Am 10. Juni eröffnet die Sonderschau "Musikam habe allzeit lieb gehabt" zur Geschichte der evangelischen Kantorei im Sänger- und Kaufmannsmuseum Finsterwalde. Auch das Museum Schloss Doberlug wartet mit einer besonderen Ausstellung auf. Sie trägt den Titel "Die letzten Mönche von Dobrilugk" und öffnet am 6. Juli ihre Pforten. Zuvor ist im Schloss Doberlug ab dem 19. März die Ausstellung "reFORMationen" der bildenden Künstler des Landkreises Elbe-Elster mit Gästen aus Polen, Nordrhein-Westfalen, Nordsachsen, dem Landkreis Wittenberg und Teltow-Fläming zu sehen.

Zu den Veranstaltungen im Jubiläumsjahr zählen aber auch viele kleinere Ausstellungen, Vorträge sowie besondere Konzerte und Aktivitäten der Kommunen. So wird in Herzberg am 14. und 15. Juli das eigens für die Stadt und das Jubiläum geschriebene Reformationsspiel "Mein Licht. Der Aufbruch der Anna zu Herzberg" mit vielen Laienspielern auf dem Marktplatz aufgeführt. Am 15. Juli findet auch der Kreiskirchentag in Herzberg statt. Das evangelische Gymnasium Doberlug-Kirchhain wartet mit einem eigenen Luther-Musical auf, und die Herzberger Kirchengemeinde lädt mit dem Oratorium "Luther" von Andreas Hantke zu einem besonderen Chor- und Orchesterprojekt ein.

Zu den herausragenden Musikereignissen gehören das Konzert "Mitten im Leben 1517" mit dem Calmus Ensemble und Lautten Compagney in der Klosterkirche Doberlug, das "Paulus Oratorium" von Felix Mendelssohn Bartholdy mit den Kantoreien Bad Liebenwerda, Elsterwerda und Lübbecke oder das Orchesterprojekt der Kreismusikschule "Gebrüder Graun" in Zusammenarbeit mit dem Märkischen Jugendsinfonieorchester mit fünf Konzerten in Elbe-Elster, Wittenberg und Nordrhein-Westfalen. Am Reformationstag 2017 gibt es um 15.17 Uhr ein großes Liedsingen der Chöre und Bürger der Sängerstadt auf dem Markt in Finsterwalde.

Neben den kulturellen Angeboten gehören auch zahlreiche Vorträge zu den Reformationsfeierlichkeiten in Elbe-Elster. Den Auftakt macht bereits am 28. Januar das Lichtmess-Symposium im Marionettentheater Bad Liebenwerda. Im Mittelpunkt stehen Luthers Aussagen in seinen Tischreden über den historischen Kurkreis Wittenberg. Dr. Stefan Rhein, Leiter der Stiftung Luthergedenkstätten Sachsen-Anhalt, spricht in Herzberg über Philipp Melanchthon. Prof. Dr. Martina Schattkowsky vom Institut für sächsische Geschichte und Volkskunde hält in Finsterwalde einen Vortrag zur Einführung der Reformation in Sachsen und Friedrich Schorlemmer referiert über Martin Luther als die Ermutigung und Zumutung. Zahlreiche Regionalhistoriker befassen sich in verschiedenen Vorträgen mit Zusammenhängen der Reformation im Elbe-Elster-Land. Auch der Kreisheimatkundetag, das Puppentheaterfestival und die LiteraTour stehen in diesem Jahr ganz oder zumindest teilweise im Zeichen des Jubiläums.

Das Programm ist nachzulesen

www.lkee.de