Mit Fackeln und Lampions zogen die Kinder des Ortes mit ihren Eltern im Tross, der von der Figur des heiligen Martin, von Stephan Homa gespielt, auf einem Ross angeführt wurde. Nach und nach reihten sich immer mehr Kinder in den Umzug ein, bis sich ihm am Ziel vor der Kirche etwa einhundert Teilnehmer angeschlossen hatten. Hier wartete Martin Homa, als Bettler verkleidet, auf die Menge. Wie Martin von Tours, der als Soldat des Römischen Heeres von dem Pferd abstieg und seinen Mantel mit dem Bettler teilte, taten es ihm die Akteure in Schönewalde gleich.
Was es genau mit der Geschichte von Martin auf sich hatte, erfuhren die Kinder im Anschluss daran in der Kirche. Stephan Homa blieb in seiner Rolle als Soldat und berichtet den Kindern im Interview mit Pfarrer Volkmar Homa, wie ihn das Teilen persönlich bereichert habe, auch wenn sein Hab und Gut dadurch abgenommen hatte.
Damit war auch gleich der Bogen gespannt zu der Aktion „Weihnachten im Schuhkarton“ , die Pfarrersfrau Dorothea Homa schon seit Jahren in Schönewalde betreut. Hier geht es auch um die gute Sache des Teilens, die aktiv hilft, Not leidenden Kindern in aller Welt mit den Weihnachtspäckchen eine Freude zu bereiten. Im Gemeinschaftsprojekt des Lebenskunde-Ethik-Religionsunterrichts (LER) und des Religionsunterrichts der Grundschule Schönewalde konnten allein dreißig Päckchen verpackt werden. Bei Sponsoren konnten die Schüler das Porto für 34 Päckchen einsammeln, worüber sich Lehrerin Sabine Tischer und Dorothea Homa besonders gefreut haben. Bis Samstagabend waren es rund achtzig Päckchen, die sich in der Kirche angesammelt hatten. Noch bis Mittwoch können diese im Pfarrhaus in Schönewalde abgegeben werden. Am Wochenende gehen sie dann auf die große Reise, damit die Kinder in den Bestimmungsländern sie rechtzeitig zu Weihnachten in Empfang nehmen können.
Zum Abschluss der Veranstaltung wurden noch Martinshörnchen verteilt, die die Kinder gemäß dem Anlass mit jemand teilen durften. Vor der Kirche warteten die fleißigen Helfer mit belegten Broten und warmen Tee und luden ein, noch ein wenig am Gotteshaus zu verweilen.