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| 12:23 Uhr

Bauvorhaben in Herzberg
Markt bald wieder parkfreie Zone

Wie soll der Herzberger Markt künftig gestaltet werden? Darüber wollen sich Stadtverwaltung und Abgeordnete ernsthaft unterhalten.
Wie soll der Herzberger Markt künftig gestaltet werden? Darüber wollen sich Stadtverwaltung und Abgeordnete ernsthaft unterhalten. FOTO: Rudow / LR
Herzberg. Für den Platz in Herzberg soll ein neues Gestaltungskonzept erarbeitet werden. Von Birgit Rudow

Kaum haben sich die Herzberger an die Parkplätze auf dem Markt gewöhnt, so sind sie auch schon wieder weg. Im August vergangenen Jahres hatte die Stadtverwaltung sie eingerichtet, weil durch die Baustellen am Medizinischen Versorgungszentrum und am Wohn- und Geschäftshaus am Markt Parkplätze in der Innenstadt nicht mehr zur Verfügung standen. Und eine Baustelle ist auch dafür verantwortlich, dass die Parkplätze wieder verschwinden. „Ab dem 5. März wird der Markt geschlossen. Dann stellt eine Baufirma dort einen Kran für die Dacharbeiten am Gebäude der ehemaligen Buchhandlung auf, in die künftig die Bäckerei Bubner einziehen wird“, so Herzbergs Bürgermeister Karsten Eule-Prütz (parteilos). Doch auch wenn der Kran weg ist, wird es dort vorerst keine Parkplätze geben und er wird nicht mehr befahrbar sein. Der Markt wird wieder in seinem ursprünglichen Zustand hergestellt, so, wie er vor dem August war.

Doch wie soll es weitergehen mit dem Herzberger Marktplatz? Seit 20 Jahren wird in der Stadt darüber diskutiert. Am 7. März treffen sich Vertreter der Stadtverwaltung mit Mitarbeitern des Brandenburgischen Landesamtes für Denkmalpflege Wünsdorf, teilt Karsten Eule-Prütz mit. „Wir werden darüber reden, welche Möglichkeiten es für die Marktgestaltung gibt“, so der Bürgermeister. Das wolle die Verwaltung dann mit den Stadtverordneten diskutieren. Definitiv werde der Markt aber nicht zu einer Durchgangsstraße, sagt er. Im Mai oder Juni werde die Bäckerei Bubner ihr neues Geschäft am Markt eröffnen. Dazu gehöre auch ein Café im Außenbereich, das den Markt beleben wird. Die Idee mit dem Springbrunnen soll ebenfalls noch einmal beleuchtet werden. Er schließe auch nicht aus, dass es  künftig einige Parkbuchten auf dem Markt geben könnte, so Eule-Prütz. Doch er möchte mit seinen Aussagen noch  vorsichtig sein. „Das werden wir alles gründlich beraten“, so der Bürgermeister. Auf jeden Fall könne der Markt vor allem im Sommer zu schöneren Dingen genutzt werden, als zum Parken, sagt er.

Neben der Marktgestaltung gibt es in der Herzberger Innenstadt noch weitere „Baustellen“, die die Stadtführung in diesem Jahr angehen möchte. Gesetzt ist der Baubeginn für den 3. Abschnitt Torgauer Straße/Busplatz. Doch auch mit dem Neumarkt möchte die Stadt vorankommen. „Darüber werden wir am 7. März mit der oberen Denkmalschutzbehörde ebenfalls reden. Wir möchten Anregungen aus der  Anwohnerversammlung aufnehmen, wollen das aber noch einmal diskutieren“, sagt Bürgermeister Karsten-Eule Prütz. Auf der Liste der Stadt steht ebenfalls der alte Busbahnhof. Bis auf einen kleinen Teil soll er abgerissen werden. In der Verwaltung gibt es Überlegungen,  eventuell hier zusätzliche Parkmöglichkeiten zu schaffen. Entschieden ist dazu aber noch nichts.

Die Stadt hat für das Jahr 2018 auch noch gar keinen Haushalt. Der ist derzeit in der Verwaltung in der Diskussion. Die Anmeldungen aus den Fachbereichen liegen vor, so der Herzberger Bürgermeister. Ziel ist es, den Haushalt 2018 im Juni zu beschließen und dann gleich an die Arbeit für den Haushalt 2019 zu gehen, sagt er. Das alles soll in enger Abstimmung mit der Kreisverwaltung erfolgen. „Gleichzeitig müssen wir mit der Haushaltskonsolidierung vorankommen. Da gilt es auch für mich, noch einiges zu hinterfragen“, so Karsten Eule-Prütz.

In der ehemaligen Buchhandlung eröffnet die Bäckerei Bubner ihr neues Geschäft am Herzberger Markt.
In der ehemaligen Buchhandlung eröffnet die Bäckerei Bubner ihr neues Geschäft am Herzberger Markt. FOTO: Rudow / LR