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| 08:38 Uhr

Naturschutz
Jetzt beginnt große Inventur in der Annaburger Heide

Annaburger Heide. Experten untersuchen die Fauna und Flora im Brandenburger Teil des bedeutsamen Lebensraums.

Mit Beginn der Vegetationsperiode ist die Untersuchung von Fauna und Flora im Natura 2000-Gebiet „Annaburger Heide“ gestartet. Die anstehenden Kartierungen finden im Rahmen der Natura 2000-Managementplanung statt, die von der Stiftung NaturSchutzFonds Brandenburg für das Gebiet koordiniert wird.

In den Wäldern der Annaburger Heide blühen derzeit Anemonen und bald auch Maiglöckchen. Sie läuten den Start der Vegetationsperiode ein. Im Auftrag der Stiftung untersuchen nun Mitarbeiter des Fachplanungsbüros RANA Tier- und Pflanzenarten und ihre Lebensräume auf den Flächen des Natura 2000-Gebiets in Brandenburg, denn Teile der Annaburger Heide wurden aufgrund europäisch bedeutsamer Lebensräume, wie „Alte bodensaure Eichenwälder“ oder „Sandheiden auf Binnendünen“ sowie gefährdeter Arten, darunter die Mopsfledermaus, in das Europäische Schutzgebiets-Netz Natura 2000 aufgenommen.

Die Experten werden unter anderem die Waldlebensräume unter die Lupe nehmen. Außerdem werden Netzfänge darüber Aufschluss geben, welche Fledermausarten im Gebiet unterwegs sind.

Die Untersuchungen sind Bestandteil der Natura 2000-Managementplanung und behördlich genehmigt. Die Ergebnisse dienen als Grundlage, um später geeignete Schutz-und Bewirtschaftungsmaßnahmen ableiten zu können.

Die Stiftung koordiniert die Managementplanung in diesem Gebiet seit 2017. Im vergangenen Jahr wurde bereits das Treffen der projektbegleitenden Arbeitsgruppe organisiert. Diese dient der Zusammenarbeit des Planungsbüros mit Vertretern der Forst, der unteren Naturschutzbehörde, Flächeneigentümern und weiterer regionaler Akteure. Voraussichtlich im Herbst folgt eine Exkursion für die interessierte Öffentlichkeit, auf der unter anderem über die Untersuchungsergebnisse berichtet wird. Der Termin wird auf der Seite www.natura2000-brandenburg.de bekanntgegeben.

Die Stiftung NaturSchutzFonds Brandenburg koordiniert darüber hinaus aktuell die Managementplanung im Landkreis für die Gebiete Oelsiger Luch, Schweinert, Tanneberger Sumpf - Gröbitzer Busch. Hierzu werden gesonderte Veranstaltungen angeboten. Weitere Infos dazu unter www.natura2000-brandenburg.de.

(sk)