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| 01:06 Uhr

„Lufttaxi“ hat in Holzdorf festen Platz gefunden

Sie blicken mit Stolz auf ihre geleisteten Flugstunden zurück: Mario Kasper, Oliver Ronneberger und Lars Vaupel (v.r.).
Sie blicken mit Stolz auf ihre geleisteten Flugstunden zurück: Mario Kasper, Oliver Ronneberger und Lars Vaupel (v.r.). FOTO: Foto: Sven Gückel
Holzdorf.. Fester Boden unter den Füßen gehört nicht zu ihrem bevorzugtem Metier. Bis zu 2500 Stunden jährlich verbringen die Piloten der Heeresfliegerunterstützungsstaffel 1 vielmehr in der Luft, dienen ihrer Division als „Lufttaxi“ in vielfältiger Weise. Von Sven Gückel

Personenbeförderungen füllen ebenso die täglichen Auftragsbücher wie beispielsweise Transporte von dringend benötigten Impfstoffen zu anderen Standorten der Bundeswehr.
Seit etwas mehr als einem Jahr haben die gegenwärtig 146 Soldaten ihr Zuhause auf dem Fliegerhorst Holzdorf gefunden. Grund genug, endlich mit einem Staffelfest den längst überfälligen Einstand zu geben. Geladen waren hierzu nicht nur Soldaten anderer Staffeln, sondern auch Bürgermeister und deren Vertreter umliegender Gemeinden wie Herzberg, Schönewalde, Jessen und Annaburg.
Auf ein überaus arbeitsintensives Jahr kann die Heeresfliegerstaffel 1 in diesen Tagen zurückblicken. Der Umzug aus Cottbus, einhergehend mit Umstrukturierungen und einer starken Personalreduzierung sowie das Anpassen an die Gegebenheiten in Holzdorf haben viel Kraft und Fleiß erfordert. „Wir können jetzt aber mit Sicherheit sagen, unseren Platz innerhalb des Standortes Holzdorf gefunden zu haben“ , erläutert Staffelkapitän Oberstleutnant Norman Strelow. Hierfür mussten alle Soldaten und Zivilbeschäftigten der Staffel einen Eifer an den Tag legen, der mitunter weit über die Dienstzeit hinaus ging. Dass diese Anstrengungen mit Bravour bewältigt wurden, macht Strelow stolz, fügt er an.
Der Bau eines neuen Staffelgebäudes und einer Werft für die 15 Hubschrauber vom Typ BO-105 machen zudem deutlich, dass die Heeresflieger sich in Holzdorf auf Dauer eingerichtet haben. Lediglich ein Cottbusser Ortsschild vor der Einfahrt zum Staffelgelände weist noch immer auf die brandenburgischen Wurzeln der Einheit hin.
Einen guten Namen weit über die Standortgrenzen hinaus hat sich die erste Staffel in den vergangenen zwölf Monaten auch bei zahlreichen Übungen gemacht. Mehrere Verlegungen nach Italien, Spanien, Großbritannien und andere europäische Nato-Staaten, sowie die erfolgreiche Durchführung der Übung Bora im Mai diesen Jahres (die RUNDSCHAU berichtete), ließen vorgesetzte Stellen aufhorchen.
Neben vielen taktischen Szenarien stand dabei auch immer die mobile Verlegung der Staffel im Aufgabenmittelpunkt. Während Straße und Bahn bereits trainiert wurden, folgt nun in den kommenden Wochen der Transport per Schiff. Von Torgau aus geht dabei die Reise nach Schönebeck, um von hier aus den Weg zum Truppenübungsplatz Altengrabo bei Magdeburg fortzusetzen. Verladen werden dabei weniger die Hubschrauber, als vielmehr mobile Wartungskomponenten und Unterkunftsmaterial.
Das Staffelfest der Heeresflieger wurde zugleich genutzt, um anstehende Ehrungen der Soldaten gebührend zu feiern. Dazu gehörte neben zahlreichen Beförderungen auch die Ehrung für geleistete Flugstunden. Oberleutnant Mario Kasper (5000 Stunden), Hauptmann Oliver Ronneberger (1000) und Oberleutnant Lars Vaupel (1000) waren hierzu vor einem Spalier aus Soldaten und Ehrengästen zuvor gelandet.
Nach einem Glas Sekt und dem Glückwunsch des Staffelchefs mussten die drei auch allerlei nicht ganz ernst gemeinte Aufgaben über sich ergehen lassen. Optisch umrahmt wurde das Fest übrigens durch den Auftritt der Tanzgruppe Krause aus Herzberg, die sowohl am Nachmittag als auch am Abend zur Unterhaltung der Gäste beitrug. Die hierfür benutzte Bühne stellte die Stadt Herzberg kostenlos zur Verfügung.