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| 17:43 Uhr

Ab sofort
Lohn-Plus fürs Wischen und Fensterputzen in Elbe-Elster

 Mehr Euro für die Arbeit mit dem Wischmopp: Ab Januar bekommen Reinigungskräfte mindestens 10,05 Euro pro Stunde. Die Gebäudereiniger-Gewerkschaft IG BAU rät zum Lohn-Check.
Mehr Euro für die Arbeit mit dem Wischmopp: Ab Januar bekommen Reinigungskräfte mindestens 10,05 Euro pro Stunde. Die Gebäudereiniger-Gewerkschaft IG BAU rät zum Lohn-Check. FOTO: IG BAU
Elbe-Elster. 490 Reinigungskräft bekommen ab sofort mehr Geld.

Die 490 Reinigungskräfte im Landkreis Elbe-Elster bekommen ab sofort mehr Geld. Zum Januar ist der spezielle Mindestlohn in der Gebäudereinigung auf 10,05 Euro pro Stunde gestiegen – 5,2 Prozent mehr als bisher. Glas- und Fassadenreiniger kommen nun sogar auf einen Stundenlohn von 12,83 Euro. Das teilt die IG BAU mit. In ganz Brandenburg profitieren demnach 18 000 Beschäftigte von der Lohnerhöhung. Das Plus ist für alle Reinigungsfirmen verpflichtend.

„Wer täglich Schulen, Büros und Krankenhäuser sauber hält, macht einen harten Job. Dafür gibt es jetzt einen verdienten Zuschlag“, sagt Regina Grüneberg. Die Bezirksvorsitzende der IG BAU Südbrandenburg rät den Beschäftigten zum Lohn-Check. Mit der Januar-Abrechnung müsse das zusätzliche Geld auf dem Konto sein. „Auch Minijobber sollten genau hinschauen. Durch das aktuelle Lohn-Plus verringert sich ihre Arbeitszeit“, erklärt

Grüneberg. Um auf 450 Euro im Monat zu kommen, müssten sie nun zwei Stunden im Monat weniger arbeiten.

Die IG BAU fordert, auch die Arbeitsbedingungen für Reinigungskräfte deutlich attraktiver zu machen. Darüber verhandelt die Gewerkschaft aktuell mit den Arbeitgebern. Im Mittelpunkt steht hierbei die Eingruppierung in die richtige Lohngruppe. „Viele Beschäftigte, die eine Fachausbildung haben, verdienen aktuell zu wenig. Das soll sich ändern“, sagt die Gewerkschaft. Eine mehrjährige Ausbildung müsse sich auch lohnen – genauso wie die Anerkennung der Berufserfahrung. Bisher zähle hier vor allem die Tätigkeit. Außerdem soll es in der Gebäudereinigung – wie in den meisten Branchen – ab diesem Jahr ein Weihnachtsgeld geben, so Regina Grüneberg.

(pm/blu)