ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
| 02:41 Uhr

Lönnewitz setzt weiter auf Konversion

Nach und nach verschwinden im Zuge der Konversion – der zivilen Nachnutzung ehemaliger Militärflächen – die ungenutzten Gebäude auf dem Flugplatz. Für dieses Jahr ist kein weiterer Abriss in Aussicht gestellt. Entsprechenden Handlungsbedarf soll es aber noch geben.
Nach und nach verschwinden im Zuge der Konversion – der zivilen Nachnutzung ehemaliger Militärflächen – die ungenutzten Gebäude auf dem Flugplatz. Für dieses Jahr ist kein weiterer Abriss in Aussicht gestellt. Entsprechenden Handlungsbedarf soll es aber noch geben. FOTO: dmu1
Lönnewitz. Der in der Vorwoche gestartete Brandenburger Konversionssommer 2014 rückt auch die Aktivitäten auf dem ehemaligen Russenflugplatz Lönnewitz ins Blickfeld. "Wir sind dort gut vorangekommen", schätzt der Falkenberger Bürgermeister Herold Quick ein. Wer sich davon überzeugen möchte, hat beim Flugplatzfest am Wochenende Gelegenheit. Sylvia Kunze

Herold Quick (parteilos) weiß, wovon er spricht. Als Sprecher des Forums für Konversion und Stadtentwicklung im Land Brandenburg hat er ausreichend Kenntnis, was sich in anderen Gegenden in Sachen ziviler Nachnutzung ehemaliger Militärflächen tut. "Wenn ich manche Baustelle im Land betrachte, müssen wir glücklich sein, wie weit wir in Lönnewitz schon gekommen sind", zieht das Falkenberger Stadtoberhaupt Bilanz.

26 Hektar sind noch frei

Der Großteil der Flächen des ehemaligen Russenflugplatzes auf den Gemarkungen der beiden Städte Mühlberg und Falkenberg, die einer zivilen Nachnutzung zugeführt werden sollen, sind belegt. Knapp 26 Hektar hat die Gesellschaft für Grundstücksverwaltung und -verwertung mbH Brandenburgische Boden noch in ihrem Bestand. Die Hälfte davon sind Bauflächen im ausgewiesenen Industrie- und Gewerbegebiet. Die Nachfrage, so wird von den Verantwortlichen eingeschätzt, ist aber leider nur gering und beschränkt sich hauptsächlich auf Photovoltaiknutzung. "Die Filetstückchen sind weg", beschreibt Quick die Situation vor Ort.

Mit zum Bestand der Gesellschaft gehören auch noch einige Plattenbauten. Zwar sind in den zurückliegenden Jahren schon viele alte Gebäude abgerissen worden, aber eben nicht alle. Quick ist überzeugt, dass auch die "Restbestände" nach und nach verschwinden werden, "aber das dauert seine Zeit".

Verbündete suchen

Es könnte perspektivisch sogar deutlich schwerer werden, Konversion in dem Umfang wie bisher fortzuführen, gibt er zu bedenken. Den Sondertopf im Europäischen Strukturfonds gibt es künftig nicht mehr. "Wir werden den diesjährigen Konversionssommer intensiv nutzen, um in Brandenburg auf allen politischen Ebenden Verbündete für die weitere Arbeit zu gewinnen", kündigt der Falkenberger Stadtchef an.

Konversionssommer, das ist eine Folge von verschiedenen Veranstaltungen. Auch das Flugplatzfest, das am Samstag und Sonntag zum wiederholten Mal gefeiert wird, gehört dazu. Bei freiem Eintritt will der Fliegerclub seine Gäste abwechslungsreich unterhalten.

Darüber hinaus wird es am 17. September in Falkenberg eine Regionalkonferenz geben, die sich dem Thema "Konversion im Landkreis Elbe-Elster - Eine kritische Bilanz" stellt.