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| 16:15 Uhr

Schönewalde
Lisa und Felix sind beste Sportler 2018

Kugelstoß-Weltmeisterin Christina Schwanitz (l.) und rbb-Wetterfee Joanna Jambor waren die diesjährigen Gäste bei der Wahl zum Sportler des Jahres der Leichtathleten des SV Linde in Schönewalde.
Kugelstoß-Weltmeisterin Christina Schwanitz (l.) und rbb-Wetterfee Joanna Jambor waren die diesjährigen Gäste bei der Wahl zum Sportler des Jahres der Leichtathleten des SV Linde in Schönewalde. FOTO: Christian Modla
Schönewalde. Weltmeisterin Christina Schwanitz und Wetterfee Joanna Jambor Ehrengäste in Schönewalde. Christian Modla

Wenn die Tage kürzer werden, heißt es für die Schönewalder Leichtathleten einmal kurz durchschnaufen. Die Bahnsaison ist vorbei, die Crosslauf-Saison in vollem Gange und und schon in wenigen Wochen werden die Runden auf dem Tartan der Brandenburger Sporthallen gedreht.

Schon traditionell wählen die Athleten in dieser Zeit auch die Besten oder Beliebtesten aus ihren eigenen Reihen. Und von Tradition kann man bei der Schönewalder Wahl zum Sportler des Jahres, die am Wochenende bereits das 43. Mal stattfand, durchaus sprechen. Ein prominent besetztes Podium ist hierbei schon obligatorisch. In diesem Jahr kam die Kugelstoß-EM Zweite und Weltmeisterin Christina Schwanitz aus Chemnitz der Einladung von Trainer Dieter Wils ebenso nach, wie die Wiederholungstäter und Dauergäste um Landrat Christian Heinrich-Jaschinski, Bürgermeister Michael Stawski, German Meeting Direktor Ulrich Hobeck, Stadionsprecher Dieter Ignor und Vorjahregast RBB Wetterfee Joanna Jambor.

Sie alle lauschten gebannt den Ausführungen zu Ereignissen des Jahres des Leichtathletiktrainers, der seine Person gern sehr weit in den Hintergrund stellt und lieber die Erfolge seiner Schützlinge ins Rampenlicht rückt. Die Bilanz der Wettkämpfe lässt immer wieder staunen. 177 Podiumsplätze erkämpften die Sportler und standen 82 Mal davon ganz oben auf dem Treppchen. Bei den Landesmeisterschaften Berlin-Brandenburg hatten sie zwölf  Medaillen im Heimreisegepäck. Eine mehr als respektable Leistung für einen kleinen Verein aus der Provinz, dessen Sportler im Sommer inzwischen auf einer Tartanbahn trainieren können, aber in den kalten Monaten weiterhin bei Wind und Wetter auf der stadtnahen Erhebung namens Hörning ihre Trainingsrunden durch den Wald drehen.

Seit 60 Jahren ist Dieter Wils inzwischen mit der Schönewalder Leichtathletik verbunden. Doch wenn es um die Sportlerwahl geht, ist er immer wieder aufgeregt „So schlimm wie in diesem Jahr war es noch nie“, bekannte er vor den Gästen. Dass seine Athleten ihm sehr am Herzen liegen, merkt man, als ihm beim  Verlesen der Wettkampf- und Trainingshighlights seiner Schützlinge immer mal wieder die Stimme stockte.

So nah der Trainer auch an seinen Sportlern dran ist, so sehr überrascht ihn auch in jedem Jahr wieder, wie sie am Ende gewählt haben. Nicht ganz überraschend fiel die Wahl bei den Mädchen aus. Hier wurde Lisa Winter zum sechsten Mal in Folge zur besten Sportlerin gewählt. Gefolgt von Emma-Theres Gola und Laura Nehring. Bei den Jungen gewann Felix Marschhausen vor Leon Steinkrug und Hannes Moser.

Der formellen Siegerehrung folgte der lockere Teil des Nachmittags. Mit viel Witz und Charme erzählte Christina Schwanitz von ihrem Werdegang, Verletzungen, Mutterglück und dem Kampf zurück an die Weltspitze. Die jungen Sportler lauschten gebannt und Christina gab ihnen noch den Tipp mit auf den Weg: „Macht eine ordentliche Ausbildung. Von der Leichtathletik zu leben, das schaffen nur die Wenigsten und mit dem Sport ist auch irgendwann Schluss.“ Des Geldes wegen mache sie den Sport sowieso nicht, sondern aus Leidenschaft. Ein Satz den alle die sie erlebt haben, zu hundert Prozent unterstreichen werden.