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| 01:04 Uhr

Licht und Schatten

Region.. Es ist wieder soweit. Seit gestern ist die Schnäppchen-Jagd eröffnet. Der voraussichtlich letzte Sommerschlussverkauf, bevor nach Plänen der Bundesregierung nach dem Winterschlussverkauf auch dieser abgeschafft werden soll, hat begonnen. Die RUNDSCHAU hörte sich in den verschiedenen Geschäften der Region um und wollte wissen, wie die Händler den ersten Tag des Sommerschlussverkaufs erlebten. Von Bettina Broneske und Thomas Seifert

Die Sommerwaren liegen noch in den Geschäftsregalen, und in den Lagerräumen stapeln sich die Kisten und Kartons mit der neuesten Winterkollektion. Obwohl auch die Einzelhändler in der Elbe-Elster-Region Preisnachlässe gewähren, können die großen Handels-Ketten mit drastischen Preisnachlässen von bis zu 80 Prozent die Kundschaft anlocken.
Über mangelnde Kundschaft konnten sich die Verkäuferinnen des Herzberger NKD in der Schliebener Straße gestern Vormittag nicht beklagen. Seit 8 Uhr standen die Ladentüren offen - eine Stunde eher als sonst - und von Anfang an herrschte ein reger Kundenansturm. Verkäuferin Christa Brösicke meinte: „Der Sommerschlussverkauf ist ganz gut angelaufen. Wir hatten vorher reduziert, denn bei uns gibt es ja sowieso das ganze Jahr über Rabatte.“ Sommerartikel wie T-Shirts und dünne Hosen, aber auch Kinderbekleidung werden von 20 bis zu 50 Prozent verbilligt angeboten. Obwohl der Sommerschlussverkauf die Kasse des NKD immer ganz gut zum Klingen brachte, glauben die Verkäuferinnen nicht an eine Einbuße, wenn die Schlussverkäufe wegfallen würden. Über das ganze Jahr verteilt werden Rabatt-Aktionen angeboten. „Wir müssen abwarten, wie sich das entwickelt“ , sagt Christina Brösicke.
Bei Minitextil am Marktplatz in Herzberg gehen immer wieder Kunden ein und aus. Die Mittagspause bietet sich zum Einkaufsbummel an. Mit den ersten Stunden ist Verkäuferin Sylvia Nguyen sehr zu frieden: „Wir haben ja auch kräftig reduziert. Kinderhosen beispielsweise sind bis zu 70 Prozent billiger zu haben.“
Verhaltener lief der Sommerschlussverkauf gestern Vormittag beispielsweise bei den Herzberger Einzelhändlern an. Ingeborg Schneider, die Textilwaren aller Art verkauft, hat ihre Ware um die Hälfte reduziert. Doch, dass die Kunden ihr die Tür einrennen, kann sie nicht behaupten. „Die Stadt ist doch leer. Meine Kunden kommen eher aus dem Umfeld der Stadt.“ Die Einzelhändler müssen um jeden Kunden kämpfen. Das bestätigt auch Hannelore Petersch von „Gabriela“ -Moden. Preisnachlässe von 20 bis 40 Prozent, manche Waren auch um 50 Prozent billiger, sollen Kunden in den Landen ziehen. „Wir können unsere Waren auch nicht zum Fenster rauswerfen“ , sagt sie. Eher schleppend beurteilt auch Verkäuferin Jacqueline Müller von der Mode-Galerie die ersten Stunden des Sommerschlussverkaufs: „Größten Teils Sommerbekleidung bieten wir an, von 20 bis 50 Prozent reduziert.“ Und auch Eveline Kirchhöfer von Body-Time kann von einen Kundenansturm nicht sprechen.