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Letzter Familiensonntag der Saison

Wer nicht bei Kaffee und Kuchen in der Scheune sitzt, schaut sich im Garten des Kleinrössener Naturschutzzentrums um.
Wer nicht bei Kaffee und Kuchen in der Scheune sitzt, schaut sich im Garten des Kleinrössener Naturschutzzentrums um. FOTO: sk
Kleinrössen. Im Kleinrössener Naturschutzzentrum hält der Herbst Einzug. Viele Gäste füllen noch einmal Scheune, Hof und Garten und verbringen ein paar schöne Stunden. Sylvia Kunze

Das Wetter macht allen Besuchern deutlich, dass die diesjährige Freiluftsaison im Kleinrössener Naturschutzzentrum dem Ende zugeht. Ein letztes Mal ist am Sonntag zu einem Familiensonntag eingeladen worden. Hof und Garten zeigen sich der neuen Jahreszeit entsprechend. Die ersten Pflanzen färben sich herbstlich. Die Deko trägt ihren Teil bei. Insbesondere die Früchte-Tiere und die lustigen Kürbis-Männchen werden von so manchem Gast bestaunt.

Wolfgang Weger hat sein Handy gezückt und macht Foto um Foto. Will er etwa Ideen stibitzen? "Nein, die Fotos sind für ältere Leute, denen wir von dem Nachmittag berichten wollen. Sonst nehmen wir ihnen immer etwas von dem leckeren Kuchen mit. Diesmal gibt es Bilder anzusehen", berichtet der Elsterwerdaer, der regelmäßig mit Christa Pietsch in Kleinrössen zu Gast ist. "Dort, das herbstliche Bild haben wir mitgebracht", erzählt sie und ergänzt gleich, dass es nicht das erste Mal ist, dass die Beiden etwas zum Bereichern von Haus, Hof und Garten beisteuern. Den regelmäßigen Besuch sehen sie "als einen schönen Ausklang eines Monats".

Chefin Christina Lehmann und ihr Team fleißiger Helfer und Helferinnen wissen um den großen Stamm der regelmäßig Wiederkommenden. "Aber da kommen auch immer wieder neue Besucher dazu", freut man sich. Dass der Ansturm im Kleinrössener Naturschutzzentrum an diesem letzten Tag in der Liste der diesjährigen Familiensonntag-Termine nicht ganz so groß ist, ist für die Gastgeber kein Drama. "Wir hatten insgesamt wieder eine gute Saison", bilanziert Christina Lehmann.

Dabei weht der Duft frisch gebackener Waffeln um die Ecke. Daneben steht eine lecker aussehende Torte. "Hat die Frau Meier gebacken?", will jemand wissen. "Nein, wir lernen junge Kräfte an", bekommt er von den Damen am Kuchenstand zu hören. Und: "Das Rezept ist aber das gleiche." Kurz darauf kommt Lob: "Hmmh, stimmt, schmeckt genau so gut." Der Renner ist und bleibt aber dennoch der Hefekuchen.

Der lockt auch die drei Besucherinnen aus Herzberg, die sich gerade noch im Garten umsehen. Ingeborg Süßenbecker, Erika Much und Renate Claußen begleiten ihre Männer - die in wenigen Minuten dem Herzberger Männerchor, der das Konzert in der Dorfkirche bestreitet, zu Stimmgewalt verhelfen. "Wir sind immer wieder gern hier und bestaunen den schön gepflegten Garten", sagt Ingeborg Süßenbecker. Renate Claußen ergänzt: "Es ist alles so hübsch dekoriert. Da verbringt man gern einen Nachmittag." Kaffee und Kuchen sowie anschließender Chorgesang - das ist das, was die meisten der Gäste nach Kleinrössen lockt.

Nur noch ein öffentlicher Termin steht in diesem Jahr im Kalender des Kleinrössener Naturschutzzentrums: der kleine Weihnachtstreff im Advent.