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Lenka-Verein macht weiter seine Hausaufgaben

Uebigau. Die Verantwortlichen des Lenka-Vereins, der in Uebigau ab Sommer eine Freie Schule etablieren will, sind mit einer guten Bilanz in den Jahreswechsel gegangen. Aus ihrer Sicht sind die entscheidenden Weichen gestellt. Dennoch bleibt genug Arbeit. Sylvia Kunze

Nadin Kramer, Vorsitzende des Lenka-Vereins, kann die wichtigen Punkte, die es im Vorfeld abzuklären gilt, entweder mit einem "Erledigt"- oder zumindest mit einem "In Arbeit"-Stempel versehen. Die Uebigau-Wahrenbrücker Abgeordneten haben zugestimmt, dass der Verein Räume in der Uebigauer Grundschule nutzen kann. Die Verwaltung kümmert sich um den Mietvertrag.

Elf Mädchen und Jungen haben im Herbst mit der Vorschule begonnen. Weitere zwei Kinder sind zum Schnupper"unterricht" angemeldet. "Auch für die Folgejahre stehen schon Interessenten auf der Liste", berichtet Nadin Kramer. Für sie ein ganz wichtiger Fakt: "Die Lehrerin für die erste Gruppe, mit der wir unsere Freie Schule im Sommer starten wollen, haben wir auch gefunden." Weitere Personalgespräche fanden und finden statt.

Parallel dazu sei man im ständigen Kontakt mit dem Bildungsministerium des Landes. "Wir haben unseren Antrag zur Gründung der Freien Schule noch einmal fundiert vertieft, unter anderem eine Materialliste und eine Übersicht über das beabsichtigte Personal und dessen Aufgabenteilung abgegeben und bisher stets positive Rückmeldungen erhalten", berichtet Nadin Kramer. Sie warte mit dem Vereinsvorstand nun zeitnah auf einen Termin im Ministerium, damit das Genehmigungsverfahren vorangetrieben werden kann.

Ein wichtiger Schritt sei bei der Finanzierung gegangen, führt die Vorsitzende weiter aus. Noch in den letzten Dezembertagen habe sich "ein großzügiger Spender gefunden", der "die Hälfte der kalkulierten Kosten für die ersten drei Jahre abfängt". Das entspricht der Zeitspanne, in der das Vorhaben auf eigenen Füßen stehen muss und noch keinerlei Zuschüsse vom Land erhalten wird. Ein Anfang sei gemacht. Ein entscheidender, der sicher für eine Initialzündung sorge und den Weg bei anderen Spendern ebene, hofft man im auf inzwischen auf 20 Mitglieder angewachsenen Verein.

Aufgaben für die nächsten Wochen sind darüber hinaus die Organisation der Schulküchenversorgung mit dem Schwerpunkten Vollwert und Bio. "Einige aus unseren Reihen machen sich dafür fit, weil sich vor Ort und in der Nähe kein Anbieter finden lässt", verrät Nadin Kramer. Geklärt werden müsse dabei unter anderem auch, wo sich welche geeigneten Lieferanten finden lassen.

Ein zweiter, ebenso wichtiger Punkt, über den noch gesprochen werden müsse, sei die Hortbetreuung. Die Überlegungen dazu würden jetzt vorangetrieben, versichert die Lenka-Chefin. Der Punkt stehe ebenso auf der aktuellen Aufgabenliste wie die Kontaktaufnahme mit regionalen Firmen, um Kooperationspartner zu akquirieren.

Eine nächste Informationsveranstaltung zum Vorhaben Freie Schule und zum aktuellen Stand findet am 12. Januar ab 17 Uhr in der Uebigauer Bibliothek statt.