Der HWAZ hat den Vermietern, die bislang die Trinkwasserentgelte nach dem geänderten Grundgebührenmaßstab nicht in voller Höhe nachgekommen sind, angedroht, die Trinkwasserlieferung zu sperren.

Bei einem solchen Schritt wären in erster Linie die Mieter betroffen. Viele hätten sich in den vergangenen Tagen mit der Bitte um Unterstützung an ihn gewandt, so der Landrat in einer Presseerklärung. Ihm seien aber die Hände gebunden.

“Die grundsätzliche Entscheidung, wie der HWAZ seine Gebühren und Entgelte strukturiert, ist von diesem eigenverantwortlich zu treffen. Natürlich muss der Verband sich dabei im Rahmen der Gesetze bewegen„, so Jaschinski.

Es sei allein Sache der Verbandsversammlung, bei Gebühren und Entgelten eine verantwortliche und möglichst verträgliche Entscheidung zu treffen. Als Kommunalaufsicht dürfe der Landkreis in dieses Ermessen nicht eingreifen, stellte der Landrat klar. Die Vermieter hätten aber auch das Recht, sich gegen Forderungen, die sie als ungerecht ansehen, zur Wehr zu setzen. Jaschinksi appelliert an die Beteiligten, den Streit nicht auf dem Rücken der Mieter auszutragen. Rücksprachen mit dem Verbandsvorsteher Mario Kestin, stimmten ihn zuversichtlich, dass sich beide Seiten noch kurzfristig verständigen und es nicht zu Trinkwassersperrungen kommt.