ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
| 02:39 Uhr

Landkreis eröffnet für Flüchtlinge Beratungsstellen

Herzberg. (ru) Der Landkreis Elbe-Elster will zum 1. März vier Beratungsstellen für Asylbewerber und Flüchtlinge im Kreis einrichten.

Bisher gibt es nur eine Stelle in Herzberg. "Wir haben aber beobachtet, dass Flüchtlinge zum Beispiel aus Finsterwalde die Beratungsmöglichkeit in Herzberg nur selten wahrnehmen", sagt Katrin Porsche, Leiterin des Stabes Asyl der Kreisverwaltung. Deshalb habe sich der Kreis mit den Bürgermeistern dazu verständigt, in allen Mittelbereichen solche Beratungsstellen einzurichten. Sie sollen ab März neben Herzberg auch in Bad Liebenwerda, Elsterwerda und Finsterwalde die Arbeit aufnehmen.

In Herzberg beraten Mitarbeiter des Sozialamtes und des Diakonischen Werkes in den jeweiligen Räumlichkeiten zu den regulären Öffnungszeiten. In Finsterwalde wird die Beratung voraussichtlich in den Räumlichkeiten des interkulturellen Begegnungszentrums WELT in der Tuchmacherstraße 22 stattfinden. Für Bad Liebenwerda und Elsterwerda befindet sich der Kreis zu den Örtlichkeiten gegenwärtig in Abstimmung mit den Kommunen, so Porsche. In Elsterwerda sind die Räume des Gemeinnützigen Vereins zur Förderung der beruflichen Bildung (GVfB) in der Berliner Straße im Gespräch.

In Bad Liebenwerda soll die Beratung vorerst einmal in der Woche dienstags von 14 Uhr bis 17 Uhr stattfinden, in Elsterwerda montags von 10 Uhr bis 15 Uhr und donnerstags von 10 Uhr bis 16 Uhr. Für Finsterwalde ist die Beratung dienstags von 10 Uhr bis 16.30 Uhr und donnerstags von 10 Uhr bis 16 Uhr vorgesehen.

"Uns geht es zum Einen um den unterbringungsnahen Migrationssozialdienst mit all seinen Aspekten der sozialen Betreuung und Beratung und zum Anderen um die Migrationsarbeit als Fachdienst. Der übernimmt eine koordinierende Funktion mit zielgruppen- und fachspezifischen Angeboten", sagt Katrin Porsche. Zur Umsetzung der Migrationsarbeit als Fachdienst hat der Kreis den Vertrag mit dem Diakonischen Werk Elbe-Elster fortgeführt und die Kräftezahl erhöht. Katrin Porsche betont, dass die Beratungsstellen nicht nur Anlaufpunkt für Asylbewerber und Flüchtlinge sind, sondern auch für ehrenamtlich Tätige zur Unterstützung ihrer Arbeit.

Laut Statistik des Landkreises wurden 2016 522 Asylbewerber sowie zehn Spätaussiedler im Landkreis Elbe-Elster aufgenommen. 173 Asylbewerber wurden 2016 zurückgeführt, davon reisten 116 freiwillig aus und 57 wurden abgeschoben. 41 Abschiebungen sind 2016 gescheitert.

727 Asylbewerberinnen und Asylbewerber in Elbe-Elster haben 2016 einen Aufenthaltstitel bekommen. Für das Jahr 2017 wurde das Aufnahmesoll für den Landkreis Elbe-Elster mit 430 Flüchtlingen beziffert. Vorläufig liege es monatlich bei 37, so Katrin Porsche.