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| 18:15 Uhr

Herzberg
Lärmaktionsplan ist in Herzberg umstritten

Herzberg. Der Herzberger Bauausschuss hat sich auf seiner jüngsten Sitzung mit der zweiten Stufe des Lärmaktionsplanes für die Stadt beschäftigt. Vorgestellt hat sie Stadtplanerin Janett Lehmann.

Die Stadt ist aufgrund der Verkehrsbelastung von mehr als 8200 Fahrzeugen am Tag an den Hauptverkehrsstraßen B 101 und B 87 verpflichtet, einen Lärmaktionsplan zu erstellen. Ziel ist es, Strategien und Maßnahmen zur Lärmminderung und Lärmvermeidung hoch belasteter Bereiche zu entwickeln. So werden an einigen Schwerpunkten der Stadt Lärmbelästigungen von bis zu 70 Dezibel erreicht.

Wie die Stadtplanerin ausführte, sei die einzige Möglichkeit, den Lärm zu senken, die Einführung von Tempo-30-Zonen. Das könne die Stadt beim Straßenverkehrsamt beantragen, wenn das politisch gewollt ist, sagte sie. Das Problem sei nur, dass die Stadt die Anträge auf der Grundlage der Grenzwerte aus der Lärmaktionsplanung beantragt, das Straßenverkehrsamt aber andere Grenzwerte zugrunde lege, so Janett Lehmann. Perspektivisch müsse die Stadt ein Verkehrskonzept erstellen. Drei Abgeordnete stimmten dem Lärmaktionsplan zu, einer war dagegen und zwei enthielten sich der Stimme. Laut Gerd Rothaug kaschiere der Plan lediglich die Probleme.