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Länderübergreifend schnell gehandelt bei Brand

Züllsdorf/Rosenfeld. Die Annaburger Heide steht derzeit aufgrund der Wetterlage unter verschärfter Beobachtung des Bundesforstes. Die böigen Winde und der trockene Waldboden bereiten René Bruschke, Leiter des Betriebsbereiches Ost im Bundesforstbetrieb Mittelelbe, große Sorgen. gzn1

Jüngster Fall: Gegen 11 Uhr war am Sonntag ein Brand ausgebrochen, der sich auf etwa 5000 Quadratmeter Waldfläche auf sächsischer und brandenburgischer Seite ausbreitete. Von den Feuerwachtürmen und von einem Züllsdorfer Bürger seien parallel Notrufe eingegangen. Dem schnellen Handeln der Leitstellen in Nordsachsen und Brandenburg sei es zu verdanken, dass großer Schaden vermieden werden konnte, so Bruschke. "Fünf Wehren waren im Einsatz. Die Zusammenarbeit zwischen den Landkreisen Nordsachsen und Elbe-Elster hat bestens funktioniert. Das ist ein Ergebnis unserer jüngsten Arbeitsberatung" (die RUNDSCHAU berichtete), wertet er.

Sören Krämer, diensthabender Forstrevierleiter in Züllsdorf und zugleich Vertreter für das Rosenfelder Revier, habe zudem die Koordination der Einsatzkräfte aus forstlicher Sicht gemanagt. "Das alles lief hoch professionell ab", lobt Bruschke.

Nach Beendigung des Einsatzes musste jedoch festgestellt werden, dass sich erneut ein Brandnest gebildet hatte, das umgehend gelöscht wurde. "Die Kontrollen dauern auch in den nächsten Tagen an", versichert Bruschke.

Inzwischen wurde Strafanzeige bei der Polizei gestellt. Nach Zeugenaussagen liegt die Vermutung nahe, dass der ursprüngliche Brand entweder fahrlässig entstanden ist oder vorsätzlich gelegt wurde. Einen direkten Zusammenhang mit dem am Samstag von der Polizei aufgelösten Techno-Konzert im Waldgebiet bei Züllsdorf hält René Bruschke eher für unwahrscheinlich: "Das war weiter südlich, da besteht eine räumliche Distanz", merkt er an. Allerdings lobt er nachdrücklich das umsichtige und konsequente Handeln aller Polizeikräfte, welche die nicht angemeldete Veranstaltung beendet hatten.