Das Spiel begann sehr holprig für die Gastgeber und der HC ging schnell mit zwei Treffern in Führung. Danach versuchten die Hausherren ihre spürbare Nervosität abzuschütteln, was ihnen mit mäßigem Erfolg gelang. Denn schon nach 15 Minuten zogen die Kurstädter aus Bad Liebenwerda mit einer Serie von sechs Treffern davon. Es schien so, als würden die Löwen schon in der Anfangsphase auseinanderbrechen, aber man fing sich und konnte sich durch gute Konter und einer immer besser stehenden Abwehr wieder herankämpfen. So kam es, dass der SV kurz vor Ende der ersten Halbzeit die Weichen wieder auf Sieg stellen konnte. Somit gingen die Elsterstädter in einer unspektakulären ersten Hälfte mit einer 16:15-Führung in die Pause.

Nachdem die Herzberger in der Pause Kraft gesammelt hatten, wollten sie da weitermachen, wo sie im ersten Spielabschnitt aufgehört hatten. Beide Teams gaben sich Anfang der zweiten Hälfte keine Blöße und zeigten ihr gewohntes schnelles Angriffsspiel. Nach zehn gespielten Minuten im zweiten Abschnitt kam es zum Bruch im Spiel der Herzberger und es gab im Angriff zu viele sinnlose Würfe. Man verlor die spielerische Linie. Ganz im Gegenteil die Gäste: Sie machten vor, wie man effektiv spielt und die Kontrolle über das Spielgeschehen in eigener Hand behält. Dadurch zogen sie Mitte der zweiten Halbzeit mit acht Toren davon. Durch die zahlreichen Zuschauer, die auch in schwierigen Momenten Stimmung machten, konnte man den Vorsprung des HC Bad Liebenwerda II verkürzen und die Herzberger kämpften sich noch mal heran und bewiesen damit Moral. Leider verletzte sich kurz vor Ende des Spiels Rico Schiffner und musste hinausgetragen werden. Er wird den Herzbergern in den nächsten Partien nicht zur Verfügung stehen.

Am Ende trennten sich beide Teams in einer fairen Partie mit einem 29:33 für die Gäste. Das Fazit des Spiels ist, dass man zwar schöne Einzelaktionen vorweisen kann, aber das Spielverständnis und das Miteinander, das so wichtig für eine Mannschaftssportart ist, momentan nicht abgerufen wird. Positiv festzuhalten ist, dass die Fans hinter der Herzberger Mannschaft stehen und sie immer wieder nach vorn treiben.

SV Herzberg: Martin Höhne, Philipp Strelitz, Martin Schiffner (6), Martin Tanneberger (1), Rico Schiffner (8), Christian Schiffner (5), Martin Beuermann (3), Sebastian Branig (5), Robert Edlich (1), Steve Richter.

HC Bad Liebenwerda II: Thomas Große, Oliver John, Patrick Zieris, Stephan Noch (3), Markus Karl (2), Thomas Kaiser (6), Gabriel Bonnen, Mathias Wanitschka (3), Christoph Trabandt (1), Paul Wanitschka (10), Stefan Kreißig (3), Stefan Weidekind (5).