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Kurstadtregion soll Kiesabbau kritisch begleiten

Falkenberg. Der avisierte großflächige Kiesabbau in der Region Mühlberg gehe alle an. Das sagte Bernd-Jürgen Fritsch im Auftrag der Bürgerinitiative "Für eine Heimat mit Zukunft" am Mittwoch im Rahmen der Einwohnerfragestunde der gemeinsamen Sitzung der vier Stadtverordnetenversammlungen der Kurstadtregion (Bad Liebenwerda, Falkenberg, Mühlberg und Uebigau-Wahrenbrück) im Falkenberger Haus des Gastes. Frank Claus

Kiesabbau sei demnach nicht nur in den Stadtgebieten von Mühlberg und Bad Liebenwerda geplant, sondern auch im Raum Falkenberg. Mit dem bereits genehmigten Kiesabbau auf 538 Hektar im Mühlberger Raum sei das Ende der Fahnenstange nicht erreicht. Schon jetzt lägen Anträge vor, die den Kiesabbau im Stadtgebiet Mühlberg auf 707 Hektar erweitern könnten. Dazu kommen 83 Hektar beantragte Fläche im angrenzenden Stadtgebiet Bad Liebenwerda und auch nördlich der Stadt Falkenberg sind Flächen für den Kiesabbau in Vorbereitung.

Einwohner der Mühlberger Region hätten Angst, dass der Kiesabbau noch schneller voranschreite, wenn es wie beantragt einen weiteren Bahnanschluss bei Altenau geben soll. "Die nötigen Flächen dazu werden vom betreffenden Unternehmen bereits aufgekauft", sensibilisierte das Mitglied der Bürgerinitiative.

"Wir sind nicht gegen den Kiesabbau, aber gegen den Raubbau", meinte Bernd-Jürgen Fritsch und forderte, die Kiese nicht nur "billig zu verramschen", sondern sie an Ort und Stelle zu veredeln, Arbeitsplätze zu schaffen und somit Steuern für die Kommunen zu generieren.

Ausgeschlossen vom Kiesabbau werden müssten die fruchtbaren Böden der Elbaue.