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| 02:40 Uhr

Kurstadtregion – noch wie Jonglieren auf rohen Eiern

Falkenberg. Lässt die Euphorie schon nach? Aus den Städten Uebigau-Wahrenbrück und Bad Liebenwerda fehlen je acht, aus Falkenberg sieben und aus Mühlberg sechs Abgeordnete bei der gemeinsamen Stadtverordnetenversammlung am Mittwoch in Falkenberg. Freilich: Die Protokollführer beeilen sich, schnell hinterherzuschieben: "Alle entschuldigt – wegen Urlaub, Krankheit, Ernte. Frank Claus

" Nun gut, viel verpasst haben die Fernbleiber ja nicht. Lediglich ein Tagesordnungspunkt wird behandelt. Der Interessantere - die künftige Verwaltungsstruktur - fällt ins Wasser, weil eine Tage zuvor angesetzte Beratung mit dem Innenministerium ausgefallen ist. Auch der verbliebene Tagesordnungspunkt gleicht einem Eiertanz. Mangels klarer Richtlinien wird die erste Charge der ausgereichten 1,5 Millionen Euro in Höhe von 500 000 Euro für die Bildung der Kurstadtregion eingesetzt, obwohl nicht klar ist, ob das gewählte Modell "Amtsgemeinde" so umgesetzt wird. Noch fehlt das nötige Gesetz vom Land.

Freilich: Verpulvert werden soll das Geld trotzdem nicht, denn egal wie das Kind später heißen wird, dass man zusammenarbeiten wolle, haben die Vertreter aus Bad Liebenwerda, Falkenberg, Uebigau-Wahrenbrück und Mühlberg noch mal einstimmig (!) manifestiert.

Und so soll das Geld überwiegend für IT, Kommunikation und Sitzungsaufwendungen ausgegeben werden. Apropos ausgeben: Da hat die Kurstadt eine erste, versteckte Ohrfeige bekommen. "Wir bauen die Verwaltung der Kur- stadtregion auf, ohne neue Immobilien zu kaufen", hat der Vorsitzende des Kooperationsrates, Falkenbergs Bürgermeister Herold Quick, gesagt und damit Bad Liebenwerdas Überlegungen, das AOK-Gebäude am Südring zum Zweit-Rathaus zu machen, eine Abfuhr erteilt.