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| 14:09 Uhr

Elbe-Elster im Advent
Lampenfieber statt vorweihnachtlicher Aufregung

 Pauline Kiepisch (l.) verkörperte die Hauptrolle der Frieda.
Pauline Kiepisch (l.) verkörperte die Hauptrolle der Frieda. FOTO: Sven Gückel
Falkenberg. Pauline Kiepisch spielt die Hauptrolle im Falkenberger Weihnachtsmusical. Für die Zwölfjährige ging damit ein Herzenswunsch in Erfüllung. Von Sylvia Kunze

Seit sechs Jahren tanzt Pauline Kiepisch schon bei den Falkenberger Tanzmäusen. Das, was sie in diesen Tagen erlebt, hat sie sich bisher nur erträumt: als Hauptdarstellerin eines der Stücke auf der Bühne zu stehen. Dieser Herzenswunsch ist mit der Besetzung beim Weihnachtsmusical „Das goldene Buch“ in Erfüllung gegangen. Es war eine knappe Entscheidung. Ein zweites Mädchen ist nach dem vereinsinternen Casting unter den drei Juroren im Gespräch gewesen. „Wenn ich die Geschichten schreibe, habe ich ganz klare Vorstellungen, wie sie auf der Bühne umgesetzt werden sollen. Dazu gehören auch die Klangfarben der Darsteller“, verrät Autor Stefan Werner. Er ist mit der Besetzung der Hauptrolle deshalb rundum zufrieden.

Und Pauline erst mal! „Ich habe mich riesig gefreut, als ich hörte, dass ich die Frieda spielen darf“, erinnert sie sich an den denkwürdigen Tag im Sommer, als die Vorbereitungen für das Weihnachtsmusical starteten. Die Freude hält an. Auch wenn das Lampenfieber sich vor jedem Auftritt immer immer noch breitmacht. Erst morgen fällt nach der insgesamt sechsten Veranstaltung der letzte Vorhang.

Dem heutigen Dienstag hat Pauline besonders entgegengefiebert. Für diesen Nachmittag hat sich ihre Schulklasse Platz im Publikum gesichert. „Meine Klassenlehrerin fand das so toll, dass ich die Hauptrolle spiele und war der Meinung, dass das die ganze Klasse sehen soll“, berichtet die Herzbergerin. Ähnlich aufgeregt war sie bei den ersten beiden Auftritten. Zum einen, weil die Premierenatmosphäre ihr Übriges tat. Zum anderen, weil sie Familienmitglieder im Publikum wusste. „Es wäre nicht schön, die Einsätze zu verpassen“, gesteht das Mädchen. Aber das ist auch gar nicht passiert.

„Wir haben viele Stunden geprobt. Nicht nur während unseres regulären Trainings, auch an Wochenenden“, blickt Pauline zurück und gesteht: „Das war manchmal ganz schön stressig.“ Für die gesamte Familie. Die steht nicht nur für Fahrdienste zur Verfügung, sondern hat zum Beispiel auch beim Kulissenbau mitgeholfen. „Da wird auf manche Freizeit in Familie verzichtet“, resümiert Vater René Kiepisch. Zumal nicht nur Pauline mit ihrem Hobby die Vorweihnachtszeit auf den Kopf stellt. Ihr Bruder spielt Trompete und hat ebenfalls mehrere Auftritte. „Aber wenn es den Kindern Spaß macht, dann stehen wir Eltern gern dahinter“, bekräftigt der Vater.

Wie anstrengend erst Proben- und jetzt Auftrittsmarathon für Pauline sind, beschreibt René Kiepisch mit einem Detail: „Sie ging in den letzten Wochen mehrmals schon um acht Uhr abends ins Bett.“ „Aber das Tanzen und die Rolle machen so viel Spaß!“, setzt Pauline hinzu.

 Das gehört bei den Tanzmäusen dazu: Die älteren helfen den jüngeren Mädchen in der „Maske“. Hier bekommt die kleine Hauptdarstellerin eine schicke Frisur mit Löckchen und Zöpfen.
Das gehört bei den Tanzmäusen dazu: Die älteren helfen den jüngeren Mädchen in der „Maske“. Hier bekommt die kleine Hauptdarstellerin eine schicke Frisur mit Löckchen und Zöpfen. FOTO: LR / Sylvia Kunze