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| 09:23 Uhr

Weihnachtsvorbereitungen
„Tanzmäuse“ sind auf Geschichtenkurs

Die „Tanzmäuse“ liegen mit ihren Vorbereitungen gut in der Zeit. Die kleinen Akteure freuen sich schon sehr auf ihren großen Auftritt.
Die „Tanzmäuse“ liegen mit ihren Vorbereitungen gut in der Zeit. Die kleinen Akteure freuen sich schon sehr auf ihren großen Auftritt. FOTO: Sylvia Kunze / LR
Falkenberg. Weihnachten rückt immer näher. Es wird höchste Zeit, mit den Vorbereitungen zu beginnen. Die jüngsten „Tanzmäuse“ aus Falkenberg stecken schon mittendrin. Sylvia Kunze

Während so mancher noch gar nicht richtig auf dem Schirm hat, dass in nun schon wenigen Tagen wieder Weihnachten vor der Tür stehen wird, grassiert bei den Jüngsten der Falkenberger „Tanzmäuse“ schon seit einigen Tagen ganz doll das Vorweihnachtsfieber. Angefacht hat dieses Trainerin und Geschichtenschreiberin Judith Fusco, die in diesem Jahr die Vorlage für die Weihnachtsgeschichte „Herr Frost und Frau Winter“ lieferte. Nach „Engelein Tolpatsch“ und „Hänsel und Gretel“ ist das nun schon die dritte Geschichte, die ihrer Feder entstammt und die als „Kleines Märchen“ auf die Bühne kommt.

Kleines Märchen, das bedeutet insbesondere, dass die Jüngsten der „Tanzmäuse“ in das etwa einstündige Geschehen einbezogen werden. Sie studieren das diesjährige Stück nun schon seit einigen Wochen ein. „Beim Vorstellen der Geschichte, beim Vorspielen der Musik und beim Verteilen der Rollen sind alle immer ganz aufgeregt“, berichtet Judith Fusco, die von sich selbst behauptet, ein „Weihnachtsfan“ zu sein und dass bei ihr die Weihnachtszeit „mindestens drei mal so lang“ sein könne. Nicht, um alle Vorbereitungen zu schaffen, denn da liege man in diesem Jahr dank der Hilfe vieler, auch der Eltern und anderer langjähriger Partner, richtig gut in der Zeit, sondern eher, um die Zeit in all ihren vornehmlich schönen Facetten auskosten zu können.

Da geht es um Spaß, um Vorfreude, um glückliche Kindergesichter, um die Herausforderung, über sich selbst hinaus zu wachsen und um den verdienten Lohn in Form von viel Applaus. Ein Lohn, den die 33-jährige Trainerin nicht für sich einfordert, sondern für ihre Schützlinge. „Ich bleibe lieber im Hintergrund. Die Kinder stehen im Mittelpunkt“, sagt die Falkenbergerin, die selbst viele Jahre in den Reihen der „Tanzmäuse“ getanzt hat und deshalb das überwältigende Gefühl des Erfolgs sehr gut kennt. Und ganz ehrlich: Sie bleibt auch lieber in der hinteren Reihe, weil ihr vor lauter Freude, wenn alles gelingt, die Augen etwas feucht werden (könnten). „Es macht mich glücklich, wenn die Kinder Spaß am Training haben und es ein toller Auftritt wird“, bekennt Judith Fusco.

Ihre diesjährige Geschichte „Herr Frost und Frau Winter“ spielt - wen wundert es? - natürlich im Winter. Kennen Sie die größte Schneewolke? Die mit den runden Fenstern? Und gleich daneben, die mit den Kristallrändern? Nicht? Na, dann kennen Sie bestimmt auch nicht deren Bewohner! Sollten Sie aber, denn wie schon deren Namen verraten, sind Herr Frost und Frau Winter nämlich in jedem Jahr für das schöne Winterwetter verantwortlich. Naja, in fast jedem Jahr. Einmal ist es schon passiert, da haben die beiden ganz vergessen, an der großen Riesenbauchschneemaschine zu drehen und am Heiligen Abend lag keine einzige Schneeflocke auf der Erde. Die Zwerge mussten Räder an den Weihnachtsschlitten schrauben, damit der Weihnachtsmann pünktlich zur Bescherung in der Stadt ankommt.

In diesem Jahr ist das nicht so. Bloß gut. Aber beeilen müssen sich die Zwerge trotzdem, damit alle Geschenke pünktlich verteilt werden können. Doch, wo ist Frau Winter? Und warum ist dort, in der Weihnachtsstube bei Mariechen und Sabinchen eine große Pfütze unter dem Stuhl? Ob das gut geht?

Antwort auf diese Fragen gibt es natürlich bei der öffentlichen Vorstellung am 3. Dezember. „Unsere Tanzmäuse im Alter zwischen drei und elf Jahren brennen darauf, Ihnen vorweihnachtlichen Zauber zu schenken“, versprechen die Gastgeber in ihrer Einladung zu dem Stück.

Das Stück wird es darüber hinaus in fünf weiteren, allerdings geschlossenen Veranstaltungen zu erleben geben. Am 5. Dezember wird es zuerst für Kindergartenkinder und danach gleich noch einmal für Schulkinder aufgeführt, am 7. Dezember für die Gäste der vom Herzberger Rotary Club ausgerichteten Weihnachtsfeier, am 12. Dezember für die ASB-Weihnachtsfeier und dann noch einmal am 17. Dezember für die Seniorenweihnachtsfeier der Stadt Falkenberg. Und danach sind alle vermutlich so richtig weihnachtsreif.

„Hinter all dem steht ein großes, versiertes Team“, berichtet Judith Fusco, der es ganz wichtig ist, die Aufmerksamkeit dennoch einmal explizit auf die Eltern der Kinder zu lenken: „Ohne die Eltern würden wir das vermutlich nicht schaffen. Sie helfen uns enorm. Während ihre Sprösslinge trainieren, helfen sie bei den Vorbereitungen. Da wird richtig fleißig gebastelt. Mit ihrer Hilfe entstehen die Superschneebobrutsche und die Riesenbauchschneemaschine. Sie verpacken Geschenke, schmücken Weihnachtsbäume, richten einen Adventskranz her. Das brauchen wir alles für die Kulissen. Ein Dankeschön an die Eltern und alle anderen Helfer ist deshalb mehr als angebracht“, sagt die „Chefin“ des kleinen Märchens.

Ein „großes Märchen“ wird es in diesem Jahr übrigens nicht geben. Dafür arbeiten die „großen Tanzmäuse“ schon bald am nächsten Projekt: dem Theaterball im nächsten Jahr mit Veranstaltungen am 20. und 21. April. Er wird den Titel „Sturmfrei“ tragen und garantiert wieder sehr kurzweilig unterhalten. Doch  zu diesem Vorhaben und seinem aktuellen Stand mehr in ein paar Tagen.